Definition der Selbstliebe -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. May 2015)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4618

für den 16. May 2015 - Autor:

Definition der Selbstliebe

''Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften« (5.Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.''

Markus 12, 29-31 *©*
 

In Wikipedia lesen wir die Begriffsbestimmung wie folgt: ''Selbstliebe bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. Der Begriff ist sinnverwandt jedoch nicht vollständig synonym mit Begriffen wie Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und Selbstwert''. Manche Christen behaupten, Selbstliebe sei die Voraussetzung, um Gott und den Nächsten lieben zu können - ist das wahr? Ist Selbstliebe biblisch? Oder ist das Ganze nur eine humanistische Psychologie? Ich möchte hier etwas aus einem Vortrag verwenden, was uns in eine ganz andere Richtung bringt in Bezug auf den Begriff ''Selbstliebe'' in der Bibel. Es wird festgestellt und gefragt: Warum ist Jesu Aussage kein Befehl zur Selbstliebe?

A) Es ist grammatisch unmöglich: Hier steht kein Befehl, sondern ein Vergleich. B) Es ist sprachlich unmöglich: Hier steht im griechischen Text das Wort ''agape'', also die sich aufopfernde Liebe, die nie auf sich selbst bezogen ist. C) Es ist theologisch unmöglich: die Bibel nennt Selbstliebe Sünde (2. Timotheus 3,2): ''Die Endzeitmenschen werden... sich selbst liebend sein'' - philautoi). D) Es ist numerisch unmöglich: ''An diesen zwei Geboten...'' (Vers 40)!

Soweit diese Auflistung. Das humanistische Weltbild des Menschen ist ein anderes, als das der Bibel. Und leider gibt es Christen, die sich mehr an das humanistische als an das biblische Bild halten. Wie sieht die Bibel den Menschen nach dem Sündenfall? Wir sind tot in unseren Sünden und Übertretungen (Epheser 2,1), unfähig, Gott zu suchen und Gutes zu tun (Römer 3, 11-12), ein Rebell und Feind Gottes (Römer 5,10), böse, verhasst und andere hassend (Titus 3,3), durch und durch egoistisch (2. Timotheus 3,2). Also alles Andere als etwas liebenswertes, was man hegen, pflegen und streicheln sollte. In Lukas 9, 23-24 lesen wir: ''Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten''. Das bedeutet nun nicht, daß wir unsere Menschlichkeit und unsere Persönlichkeit ignorieren und verleugnen sollen, aber es bedeutet, daß ich meine Vorstellungen, Ideale und Interessen dem Willen Gottes unterordne. Die Bibel geht sogar so weit (um uns von jeder Illusion zu befreien) daß wir um Jesu willen sogar unser eigenes Leben im Vergleich ''hassen'' sollen (Lukas 14, 25-27). Das ist wiederum ein Schlag ins Gesicht von allen humanistischen Bestrebungen, die auch in christlichen Kreisen immer mehr Einfluß gewinnen. Aber es ist biblisch und somit wahr. Wir sind gar nicht in der Position uns selbst zu lieben, sondern Liebe kommt allein von Gott. In mir ist keine Liebe, außer der Liebe die Gott mir geschenkt hat. Also kann ich Gott nur zurücklieben mit dem, was ER ist und in mir getan hat. Das ist keine Selbstliebe, sondern Glaube!

Es geht um Liebe, die durch den heiligen Geist in unser Herz ausgegossen wird (Römer 5,5). Das ist etwas Anderes als Liebe die ich aus mir selbst produziere oder herbeisehne. Wir können auch Gott nicht lieben ohne daß Gott uns dazu fähig macht! Wir sollen uns nun untereinander in dieser Liebe Gottes lieben, so wie Jesus uns geliebt hat (Johannes 13,34). Noch ein zitierter Satz aus dem besagten Vortrag: ''Selbstannahme bedeutet in der Psychologie das uneingeschränkte Ja zu sich selbst, inklusive aller Sünden, Schwächen, Neigungen und Verhaltensweisen. Dieses Brutto-Ja zum gefallenen, sündigen Menschen kennt die Bibel nicht''. Ich darf, soll und kann zu verschiedenen Dingen, die mein Leben betreffen, durchaus eine bejahende Einstellung finden. Wir denken an unser von Gott gewolltes Leben, an mein Aussehen, meine Gaben und Talente, meine Familie und auch meine Lasten, Defizite und Umstände. Wovon wir Abstand nehmen sollten ist sicherlich meine Sünde, alles Unreine, Schlechte, Böse und Lügenhafte in dieser Welt und meinem persönlichen Umfeld. Selbstliebe ist unbiblisch und führt in die Irre und Vergötzung von sich selbst. Es ist keine Voraussetzung um zu einer gesunden Grundeinstellung seines Selbst vor Gott zu kommen, sondern verzerrt den klaren Blick auf die Sicht der Bibel über den Menschen. Wir sind als Christen geliebt und von Gott in unserer Seele mit seiner Liebe berührt. Das ist die Quelle aus der wir schöpfen und die uns auch ermöglicht Gott zu lieben und meinen Nächsten - so wie Jesus es vorgemacht hat. Jesus hatte an sich selbst keinen Gefallen (Römer 15,3) sondern verherrlichte den Vater - und das ist auch unser Vater!

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