Jesus oder Barabbas? -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 01. Mar 2015)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4542

für den 01. Mar 2015 - Autor:

Jesus oder Barabbas?

Und Pilatus sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas! Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen! Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrieen aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen! Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.

Mt 27,21-26 *©*
 

Diese Szene ist wohl jedem bekannt:
Zwei Gruppen stehen sich gegenüber: Auf der einen Seite Pilatus, der römische Statthalter auf der Terrasse vor seinem Palast, neben ihm Jesus, der schuldlos Angeklagte, auf der anderen Seite der Mörder und Aufrührer Barabbas mit den Ältesten und Führern des Volkes. Vor diesen aber die aufgehetzte und aufgeputschte Volksmenge. Und dann kommt das Unverständliche: Pilatus fragt: ''Wen wollt ihr, daß ich euch freigebe? Jesus oder Barabbas?'' Und das verblendete Volk schreit und lärmt, es will den Barabbas frei haben, Jesus aber soll ans Kreuz geschlagen werden.
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, daß das damals nicht einfach ein Justizirrtum, ein Justizmord war, sondern daß es hier um eine grundsätzliche Entscheidung ging. Die Alternative damals hieß Gewalt oder Liebe, Leben mit der geballten Faust oder mit geöffneten Händen, Vertrauen auf Gott oder Vertrauen auf die Macht der Schwerter, Dolche und Soldaten. Ja, diese Alternativen, sie ergeben sich zwangsläufig aus dem, was wir über Jesus und Barabbas wissen: Barabbas war ein Zelot, ein jüdischer Widerstandskämpfer, ein Guerilla, der Israel von der verhassten römischen Fremdherrschaft befreien wollte. Deshalb hieß die Entscheidung nicht: Hier der edle, vornehme Wohltäter, dort der Kriminelle, sondern die Alternative lautete: Entweder Barabbas, der Volksheld und Mensch der Tat, der mit Feuer und Schwert eine Veränderung der Verhältnisse erzwingen wollte, oder Jesus, der Mann des Glaubens, der allenfalls einzelnen geholfen hatte, aber die verhassten Römer in Ruhe ließ und sich kaum mit der Tagespolitik beschäftigte.
Unter normalen Verhältnissen hätte dieser Prozess schon längst keine Aktualität, er wäre längst in Vergessenheit geraten, wenn nicht Gott eingegriffen hätte: An Ostern sprach Gott sein Urteil. Und dieses Urteil lautet anders: Jesus, nicht Barabbas empfängt das Leben. Jesus, nicht Barabbas empfängt Zukunft und Hoffnung. Und deshalb ist seit Ostern wieder alles offen. Der Prozess Jesu geht weiter und jeder einzelne, jedes Volk, jede Generation muss immer wieder neu Stellung beziehen. Für Jesus oder für Barabbas. Aber für Jesus zu stimmen, das heißt nicht einfach einen Stimmzettel abgeben und ansonsten sein Leben weiterzuleben wie vorher. Nein, für Jesus zu stimmen bedeutet mehr: für Jesus zu stimmen bedeutet auch mit Jesus zu leben, zu leiden und zu sterben. Für Jesus zu stimmen, das bedeutet, den Weg Jesu als den richtigen Weg einzuschlagen und an diesem Weg festzuhalten, auch wenn rundherum alle ''Barabbas'' schreien. Für Jesus zu stimmen, d.h.: Ich bin bereit, in der Nachfolge Jesu sein Werk in unserer Zeit fortzusetzen, seiner Stimme Gehör zu verschaffen, mein Handeln von seiner Liebe bestimmen zu lassen. Der Prozess Jesu, er ist noch nicht zu Ende. Der Prozess Jesu geht weiter. Auf welcher Seite stehen wir?

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