Gerechte Versöhnung -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 06. Aug 2014)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4335

für den 06. Aug 2014 - Autor:

Gerechte Versöhnung

''Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt''.

2. Korinther 5,21 *©*
 

Wir leben in modernen Zeiten und in einer Welt, in der Gleichberechtigung, Fairplay und Toleranz groß geschrieben wird. Aus geschlechtlicher und humanistischer Sicht, scheint das auch erstrebenswert und richtig zu sein. Alle Menschen sind gleich viel wert und keiner stellt vor Gott etwas Besseres dar als der Andere (Römer 2,11). In der irdischen Praxis sieht das sicherlich oft ganz anders aus. Vom Prinzip her kann und muß man dem sicherlich aus moralischen Gesichtspunkten trotzdem (rein theoretisch) zustimmen. Wenn es nun um Dinge geht, die außerhalb jedes Erfahrungshorizontes stehen, und mit der unsichtbaren Wirklichkeit zu tun haben, kann man dem menschlichen Beurteilungssinn in Bezug auf Gerechtigkeit, Recht, Wahrheit und Verständnis gewiß nicht zum Maßstab der neutralen Wahrheit machen. Wahr ist nicht stets, was man selbst für wahr hält. Es ist zum Beispiel aus weltlicher Sicht nicht fair, daß der Weg in den Himmel, und somit die Voraussetzung um zur Vergebung der Sünden zu gelangen, nur durch Jesus Christus möglich ist (Johannes 14,6). Ist es deshalb nicht wahr? In der Welt herrscht leider viel Ungerechtigkeit! Das ist eine Tatsache. Und wenn so manches einen persönlich betrifft, ist das sehr ärgerlich und schwer zu akzeptieren. Aber nun die Schlußfolgerung daraus zu ziehen, daß Gott diejenigen auf Erden belohnt die er leiden kann und die anderen entsprechend bestraft, ist unsinnig. Gott ist gerecht! Aber die Menschen und diese Welt sind es nicht. Gott hat Geduld und lässt so manches zunächst ungestraft. Das bedeutet aber nicht, daß nicht irgendwann bei jedem alles auf den Tisch kommen wird. Das ist so.

Viel wichtiger als irdische Gerechtigkeit (die auch wichtig ist, aber oft mit Füßen getreten wird) ist die Gerechtigkeit Gottes! Die Lösung liegt in der guten Nachricht von der Versöhnung, die Gott in Jesus Christus jedem anbietet (Johannes 3,16). Das Evangelium ist nicht gesellschaftstauglich und je konsequenter man es lehrt, lebt, ausspricht und aufschreibt, desto mehr Widerstand und Kopfschütteln wird man ernten. Wer lässt sich schon ohne Protest gerne sagen, daß er verdorben, unverständig, ungerecht, betrügerisch, gottlos und stets dazu bereit ist Böses zu tun (Römer 3, 10-18)? Manche finden es auch im höchsten Maße unanständig, anstößig, verwerflich und unmoralisch, daß Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde, und sein teures Blut geflossen ist zur Vergebung der Sünden. Hätte Gott uns nicht einfach so vergeben können? Nein, ein heiliger und gerechter Gott muss für die Sünden, für die er einsteht, und die er auf sich selbst übertragen hat, bezahlen um sie somit vergessen machen zu können. Ist es fair an so einen grausamen Akt der Selbstaufopferung glauben zu müssen, wenn man erlöst werden will? Nein, das ist auch nicht die Frage, sondern es ist die Wahrheit und der einzige Weg um uns mit Gott zu versöhnen. Es traf nicht einen Engel, keinen gebürtigen Menschen, sondern den, der von keiner Sünde wusste. Gott kann nicht sterben, aber Gott als Mensch konnte es. In Johannes 5,21 steht: ''Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will''. Und Gott will auch daß du und ich wieder lebendig werden wenn wir gestorben sind. Bist du dabei?

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