Irrtum oder Wahrheit? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 10. Jun 2014)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4278

für den 10. Jun 2014 - Autor:

Irrtum oder Wahrheit?

''Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.''

Matthäus 8, 11-12 *©*
 

Wir werden uns wundern, wenn wir eines (schönen) Tages im Himmel sein werden, möge es so sein, und sehen, wer alles - und wer nicht - mit am Tisch sitzen wird. Leider wird es eine Tatsache sein, daß nicht alle, die den Namen des HERRN im Munde führten und dachten für Gott viel Gutes getan zu haben, im Himmelreich zu finden sein werden (Matthäus 7,21). Unsere Wahrnehmungen werden nicht selten durch Äußerlichkeiten bestimmt und entsprechend schätzen wir andere Menschen dann auch ein - und irren uns! Wer aus unserer Sicht ganz vorne zu finden sein müsste, könnte aus Gottes Sicht (wenn überhaupt) auch ganz hinten landen - und auch umgekehrt (Matthäus 19,30). Es ist nun so, daß solche Veränderungen und Gegebenheiten eben nicht die Ausnahme sein werden. Der Evangelist Matthäus schreibt davon, daß es ''viele'' sind, die als vermeintlich Erster doch nur ''Letzter'' sein werden. Ich denke diese Warnung steht nicht umsonst in der Bibel, sondern soll uns helfen, im Lichte Gottes zu prüfen, wem unsere Werke dienen und wem nicht? So einer Herabstufung und Erniedrigung gehen normalerweise immer auch Hochmut, Anmaßung, Stolz, Herrschsucht, Blindheit und Eitelkeit voran (Lukas 18,14). Sicherlich wird Gott nicht immer sofort und unmittelbar bei jedem ''Verkehrten'' eingreifen, sondern jedem auch die Chance geben, seine Handlungen und Einstellungen zu überdenken. Aber spätestens im Himmel kommen die Tatsachen auf den Tisch! Gott will nicht, daß wir uns selbst betrügen - 1. Johannes 1, 7-8: ''Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns''.

Ohne Korrekturen und auch Konsequenzen werden keines Menschen Taten bleiben, sei er wer er wolle. Das zählt auch besonders für Christen, die die Wahrheit kennen. Sie sind und bleiben erlöst, können aber Schaden erleiden und möglicherweise auch nur ''wie durchs Feuer hindurch'' gerettet werden (1. Korinther 3,15). Es ist schlimm, wenn jemand keine Möglichkeit nutzt von seinen verkehrten Wegen umzukehren und Buße zu tun. Das kann sogar so weit gehen, daß sich manche Menschen auch nur einbilden Christen zu sein, es aber nie verstanden und angenommen haben, was Jesus Christus für sie persönlich getan hat - solche Menschen hat Gott niemals gekannt (Matthäus 7,23). Man kann also in der Tat durch selbstgefälliges Verhalten, blinden Eifer und Hartherzigkeit nur sich selbst oder einem falschen Gott dienen (2. Korinther 11,14). Jesus hat sich in seiner Zeit auf Erden oft sehr wundern müssen über so manches Verhalten der Menschen. Er konnte ihren Unglauben nicht verstehen (Markus 6,6). Trotz vieler Zeichen und Wunder hat sich das Herz vieler Menschen seinerzeit nicht geöffnet (Markus 16,20). Für uns heute bedeutet dies, daß es allein daran nicht liegen kann, ob einer glaubt oder nicht. Gerade heute in der Zeit des geistlichen Abfalls werden wir mit vielen ''lügenhaften Zeichen und Wundern'' konfrontiert (2. Thessalonicher 2,9). Das wird noch viel extremer werden in Zukunft. Der Glauben lebt aber nicht vom Schauen - selig sind, die nicht sehen und doch glauben (Johannes 20,29)! Gelobt sei Gott dafür, daß es auch ''viele'' Überraschungen geben wird, wenn Menschen aus allen Himmelsrichtungen kommend, sich am Tisch des HERRN in Gottes Reich glücklich versammeln werden!

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