Geborgen in der Hand Gottes -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 11. Oct 2013)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4036

für den 11. Oct 2013 - Autor:

Geborgen in der Hand Gottes

Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm, ... ich selber werde dir helfen

Jes 41, 13-14 *©*
 

Neun Monate war ich geborgen im Leib meiner Mutter, ehe sorgsame Hände halfen, mich zur Welt zu bringen. Und was erwartete mich? Ein helles, weites verheißungsvolles Leben. Freude und Zuneigung kamen mir in den Händen entgegen, die mich hilfloses Bündel hegten und pflegten, mich schützend bargen und liebkosten. Die Unsicherheit meiner Schritte ließ mich nach hilfsbereiten Händen greifen, die mich hielten. Es waren gute Hände - Elternhände, Geschwisterhände. Sie gaben mir Wärme, Kraft und Zuversicht.
Aber diese guten Hände, sie mussten mich irgendwann loslassen, mich in die Freiheit entlassen. Ich musste mein Leben in die eigene Hand nehmen und erfuhr schmerzlich, dass hilfreiche Hände auch zu Fesseln werden können.
Ja, und es gibt Hände, die mich in Beschlag nehmen wollen, Hände, die mir viel versprechen und es nicht halten, Hände, die zurückgezogen werden oder sich verweigern. Es gibt Hände, die zur Faust geballt werden, mein Leben bedrohen, Hände, die schlagen und zurückstoßen, die Waffen ergreifen und töten. Und es gibt Hände, die mich begrüßen und willkommen heißen, Hände, die mir zärtlich nahe kommen, mich aufrichten und stützen, liebevoll oder kraftvoll meine Hand halten.
Aber können sie mich halten?
Gibt es eine Hand, die groß genug ist, dass man sich mit der ganzen Last seines Lebens darin bergen kann? Gibt es eine Hand, in die ich mein Leben getrost aus meiner Hand geben kann? Gibt es eine Hand für die vielen ausgestreckten Hände, zitternd vor Angst oder Kälte, müde vor Schmerzen oder Hunger, gelähmt von Hoffnungslosigkeit oder spastischen Krämpfen, kalt geworden durch Verbitterung oder Tod?
»Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm ... ich selber werde dir helfen« (Jes 41,13-14), so ruft der Prophet Jesaja seinem Volk zu. Und er meint damit nicht nur die Israeliten damals. Er meint alle, die nach einer tröstenden oder hilfreichen, nach einer starken und befreienden Hand rufen. Er meint die hoffnungsvoll Suchenden und die, die niedergeschlagen sind und über ihr Dasein jammern und klagen.
»Erschrick nicht, du Wurm ...« anzwortet Jesaja all den Niedergeschlagenen und Verwirrten. Menschen klagen in ihrem Elend und ihrer Not: »Gott, bleib doch nicht fern von mir! Mein Gott, eile mir zu Hilfe!« und geloben: »Ich will dein Lob vermehren. Mein Mund soll deine Gerechtigkeit erzählen« (vgl. Psalm 71). Und der Prophet antwortet: »Fürchte dich nicht! ... Ich helfe dir! ... Du wirst jubeln über den Herrn« (Jes 41,13.16).
Ja, es gibt die Hand, die hält, was sie verspricht und nicht müde wird zu halten: die starke Hand Gottes. Der Prophet spricht zu Menschen im Exil und erinnert sie mit seiner knappen Andeutung an die Vergangenheit: Gott wirkte doch immer wieder durch ihre lange Geschichte. Sie riefen aus tiefster Not, und er erhörte sie und vermochte alles zu wenden mit starker Hand. Gott lässt Ströme hervorbrechen auf kahlen Hügeln und Quellen in den Tälern. Er macht die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase, pflanzt blühende Bäume in Wüste und Steppe, wandelt sie zum Fruchtland. Das bedeutet jetzt für sie: Er bahnt einen Weg, in die Heimat, eröffnet dem Volk eine neue, fruchtbare Zukunft.
»Ich, der Herr, will sie erhören, ich ... verlasse sie nicht« (Jes 41,17) – so lautet Gottes Verheißung bis heute. Unser Gott handelt machtvoll, er rettet, er öffnet Wege und neue Lebensmöglichkeit, auch heute, auch für uns.
Und deshalb schmiege ich mich vertrauensvoll in Gottes große Hand. Meine Augen können geschlossen bleiben voll Vertrauen in seine Treue zu mir, voll Vertrauen darauf, dass Gott hält, was er verspricht und mir Geborgenheit für mein ganzes Leben schenkt. Ja, wer sein Leben aus der Hand gibt, gibt sich nicht auf, wenn er in Gottes Hand fällt. Darum ist mein Leben nicht mehr in tiefes Schwarz getaucht: Es dämmert das Licht. Es leuchtet die Zuneigung Gottes, und erleuchtet mich und alle Menschen, die ihm vertrauen.

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