Recht und Gerechtigkeit Teil 1 -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 10. Oct 2012)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3670

für den 10. Oct 2012 - Autor:

Recht und Gerechtigkeit Teil 1

So spricht der Herr: Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Ver-sammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach

Amos 5,21-24 *©*
 

Mal ehrlich, wer ist schon gerne als Zeuge dabei, wenn zwei Menschen in Streit geraten? Wenn das, was einst Freundschaft oder gar Liebe zwischen ihnen war, Wut, Tränen, Verachtung oder gar Hass Platz macht? Wenn nichts mehr übrig bleibt von den Gefühlen füreinander, die sie einst verbunden haben? Ja, wer möchte schon gerne Zeuge einer solch traurigen Entwicklung sein?
Der Text aus dem Propheten Amos, über den ich heute sprechen möchte, er lässt uns zum Zeugen eines solchen Streits, Zeugen seiner Wut und seiner Trauer werden. Ich bin erschrocken und fasziniert zugleich von diesen deutlichen Worten und starken Bildern. ''Ich mag nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, ich verschmähe, ich hasse euch!'' – sind das nicht Worte eines enttäuschten Liebhabers? Und dann wird so etwas auch noch über den Gottesdienst gesagt! Ich kann eure Versammlungen nicht riechen, weg mit dem Geplärr eurer Lieder, ich kann das Orgelgespiele, das Kla-viergeklimpere und das Gitarrengezupfe nicht mehr hören! Spart euch eure Gebete, hört auf mich zu belästigen, lasst euer Geld im Geldbeutel!
Ja, ich finde schon, das sind starke, ja harte Worte. Stellen wir uns doch einmal vor, über unsere gottesdienstliche Versammlung, über unser Gebet, über unser Glaubensleben würde so etwas ausgesagt. In Grund und Boden würde ich mich schämen, wenn das jemand über mich oder zu mir sagen würde!
Diese harten Worte des Amos – Sie kommen mir aber auch vor wie ein reinigendes Gewitter nach einer langen Zeit drückender Schwüle. Was aber war das für eine Gewitterstimmung, Wer war dieser Amos, was war er für ein Mensch, und was war das für ein Konflikt, der diesen Propheten zu einem solchen Ausbruch trieb?
Wir wissen eigentlich nicht viel über die Lebensumstände des Propheten Amos, oder über die sozialen Verhältnisse seiner Zeit. Aber soviel wissen wir: Amos – so können wir im ersten Vers des Amosbuches lesen - war ein Schaf- und Maulbeerfeigenzüchter aus Tekoa im Südreich, welcher von Gott berufen wurde, als Prophet im Nordreich, Samaria, aufzutreten. Und er war alles andere als begeistert, diesen Auftrag anzunehmen, er wehrte sich dagegen, konnte letztlich aber doch nur tun, was Gott von ihm wollte.
Wie es den Menschen damals ging, wie die sozialen Verhältnisse im Detail aussahen, das wissen wir nicht so genau, aber wir wissen, dass es damals mit Israel wirtschaftlich aufwärts ging. Und dass die einen in dieser relativen Blütezeit immer reicher und die anderen immer ärmer wurden. Und Amos findet auch für diese sozialen Missstände sehr deutliche Worte: Beispielsweise legt er in Amos 4,11-15 den Finger auf die Wunde: Darum, weil ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe Abgaben an Korn, so sollt ihr in den Häusern nicht wohnen, die ihr von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt. Denn ich kenne eure Freveltaten, die so viel sind, und eure Sünden, die so groß sind, wie ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt. ... Suchet das Gute und nicht das Böse, auf dass ihr leben könnt, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihr rühmt. Hasset das Böse und liebet das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, doch gnädig sein denen, die von Josef übrigbleiben (Am 4,11-15)
Und in Amos 8.4-7 bringt er ein paar Beispiele, wie die Menschen damals betrogen wurden und wie die Reichen es anstellten, ihre Gewinnspannen zu erhöhen: Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande zugrunde richtet und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn feilhalten können und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, damit wir die Armen um Geld und die Geringen um ein Paar Schuhe in unsere Gewalt bringen und Spreu für Korn verkaufen? Der HERR hat bei sich, dem Ruhm Jakobs, geschworen: Niemals werde ich diese ihre Taten vergessen! (Am 8,4-7).

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