Menschen im Gebet - Jakob - Teil 1 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 22. Jan 2012)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3408

für den 22. Jan 2012 - Autor:

Menschen im Gebet - Jakob - Teil 1

Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel

1.Mo 32,29 *©*
 

Er stand aber noch in derselben Nacht auf und nahm seine beiden Weiber und seine beiden Mägde samt seinen elf Kindern und überschritt mit ihnen die Furt Jabbok; er nahm sie und führte sie über den Fluss und ließ alles, was er hatte, hinübergehen. Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und da dieser sah, dass er ihn nicht übermochte, schlug er ihn auf das Hüftgelenk, so dass Jakobs Hüftgelenk verrenkt ward über dem Ringen mit ihm.Und der Mann sprach: Lass mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn! Da fragte er ihn: Wie heißest du? Er antwortete: Jakob! Da sprach er: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen! Jakob aber bat und sprach: Tue mir doch deinen Namen kund! Er aber antwortete: Warum fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn daselbst. Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden! Die Sonne ging ihm auf, als er an Pniel vorüberzog; und er hinkte wegen seiner Hüfte.Darum essen die Kinder Israel bis auf den heutigen Tag die Sehne nicht, welche über das Hüftgelenk läuft, weil er Jakobs Hüftgelenk, die Hüftensehne, geschlagen hat.« (1.Mose 32,22-32 )

Wow, Gott kämpft mit einem schwachen, sterblichen Menschen. Gott hätte Jakob einfach zu Boden werfen können. Ein Vergleich wäre: eine Mücke (Jakob) kämpft mit einem Elefanten(Gott). Gott erniedrigt sich auf Jakobs menschliches Maß. Er spielt nicht seinen Vorteil dem schwächeren Gegner gegenüber aus. Jakob greift noch nicht mal an. Die Bibel sagt: »Plötzlich stellt sich ihm ein Mann entgegen und kämpfte mit ihm!« Wenn dich jemand schlägt, dann hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst entweder zurückschlagen oder davonlaufen. Wenn jedoch jemand mit dir ringt, dann hast du keine Wahl mehr. Entweder ringst du mit ihm, um dich aus seinem Griff zu befreien, oder um ihm eine Lektion zu erteilen. Jakob rang nicht, weil er sich dazu entschlossen hatte, sondern weil er dazu gezwungen wurde. Gott wollte ihn zu Boden ringen!
Was hat das alles zu bedeuten? Jakob hat schon sein ganzes Leben mit Gott gerungen, der Ringkampf am Jabbok war nur der Höhepunkt dieses Kampfes. Bis zu dieser Krise hatte Jakob alles unternommen, um Gottes Absichten in seinem Leben mit seiner eigenen Kraft umzusetzen und zu verwirklichen. Dabei hatte er sich auf einen ständigen Kampf mit dem Gott eingelassen, der beschlossen hatte, ihn zu segnen und ihm zu helfen.

Der Kampf Jakobs hatte schon im Mutterleib begonnen: »Als die Mutter Rebekka merkte, dass es Zwillinge waren, die sich im Mutterleib stießen, seufzte sie: Jetzt bin ich endlich schwanger? Warum bekämpfen sich nun meine Kinder? Sie fragte den Herrn und er antwortete ihr: Von den zwei Söhnen in deinem Leib werden einmal zwei verfeindete Völker abstammen. Eins wird mächtiger sein als das andere, der Ältere wird dem Jüngeren dienen!« (1.Mose 25:22.23) Bei der Geburt folgte dem Erstgeborenen Esau Jakob als Zweiter, doch »...er hielt bei der Geburt Esau an der Ferse fest.« (1.Mose 25:26) So kam er zu seinem Namen ''Jakob'', was ''Fersenhalter'' oder auch ''der Listige'' bedeutet. Als die Knaben heranwuchsen, schien es unwahrscheinlich, dass die Verheißung an Jakob jemals in Erfüllung gehen würde. Esau war der Liebling seines Vater Isaak und war dem schmächtigen Jakob auch körperlich überlegen. Jakob muss von der Verheißung Gottes gewusst haben, doch statt Gott zu vertrauen, dass Er selbst zu seiner Zeit sorgen werde, ergriff Jakob bei einer Gelegenheit die Chance und erschwindelte sich das Erstgeburtsrecht von Esau mit einem Linseneintopf (1.Mose 25,29-34) Statt im Frieden und in Gemeinschaft mit Gott zu leben und so die Erfüllung der Verheißungen geschenkt zu bekommen, begann Jakob sein halbes Leben damit zuzubringen, andere auszutricksen, mit Täuschung und Aberglauben zu betrügen und so zu versuchen Gott ein bisschen nachzuhelfen. Er betrog seinen Vater Isaak, musste deswegen von Zuhause weglaufen; er betrog seinen Verwandten Laban und wurde im Gegenzug auch von diesem betrogen, als dieser ihm in der Hochzeitsnacht die falsche Braut unterjubelte. Da versucht einer sein halbes Leben lang krampfhaft zu bekommen, was ihm durch Gottes Verheißung rechtmäßig zusteht, doch stattdessen gerät er durch eigenes Verschulden von einer Katastrophe in die andere. Sein Hauptproblem war, dass er nicht völlig auf Gott vertraute, sondern immer wieder auf seine eigene Kraft vertraute, und Fähigkeiten zurückgriff und damit andere versuchte zu seinem Vorteil zu manipulieren.
Fortsetzung morgen...

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