Menschen im Gebet - Hiob - Teil 2 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 13. Jan 2012)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3399

für den 13. Jan 2012 - Autor:

Menschen im Gebet - Hiob - Teil 2

Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: Siehe, ich bin zu gering; was soll ich Dir antworten?

Hiob 40,3+4 *©*
 

Hiob erkennt in der Gegenwart Gottes sich selbst und findet damit seinen Platz im Leben. Nun muss er einfach reden. Es ist kein gut formuliertes Gebet, das aus ihm heraussprudelt. Es sind Worte aus dem Herzen eines schwer geprüften Mannes, für den sich in einem Augenblick alles verändert. »Herr, ich erkenne, dass du alles zu tun vermagst, nichts und niemand kann deinen Plan vereiteln.« (42,2) Er musste es einfach sagen. »Du hast gefragt: wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand?« (42,3) »Ja, es ist wahr: ich habe von Dingen geredet, die ich nicht begreife, sie sind zu hoch für mich und meinen Verstand!« Unter Tränen lacht er über sich selbst. Es ist gut, in Gottes Gegenwart über unsere eigene Dummheit lachen zu können. Es gibt sowieso nichts mehr von Bedeutung, wenn Gott gegenwärtig ist und man trotzdem noch weiter atmen kann. »Du hast gesagt: Hör mir zu, jetzt rede ich, ich will dich fragen und du sollst mir antworten!« (42,4) Noch einmal wiederholt Hiob Gottes eigene Worte (40,7) »Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen« (42,5a). Die größte Bestimmung, die wir Menschen hier auf diesem Planeten haben, ist es, Gott kennenzulernen. »Ich, der Herr, sage: Ein Weiser soll nicht stolz sein auf seine Weisheit, der Starke nicht auf seine Stärke und ein Reicher nicht auf seinen Reichtum. Nein, Grund zum Stolz hat nur, wer mich erkennt und begreift, dass ich der Herr bin!« (Jeremia 9,22) Doch wir wissen sowenig darüber, was Ehrfurcht wirklich heißt. Wenn wir uns um ein vertrautes Verhältnis bemühen, tun wir es oft in der falschen Weise und wir verwechseln Vertrautheit mit dem, was wir fälschlicherweise dafür halten: einen ungezwungenen familiären Umgang. Wir suchen eine vertrauensvolle Beziehung, aber familiäre Ungezwungenheit ist alles, was wir erreichen. Eine vertrauensvolle, enge Beziehung erscheint uns oft unbewusst als zu gefährlich, weil sie ein tiefes gegenseitiges Kennen und Vertrautsein miteinander bedeutet. Leider beschränkt sich unser Verhältnis zu Gott auch auf einen blossen ungezwungenen familiären Umgang. Wir wagen nicht, Gott zu vertrauen und geben uns mit einer gewissen Oberflächlichkeit zufrieden. Doch das ist nicht genug! Gott fordert von uns, dass wir ihn ganz lieben sollen, mit ganzer Kraft, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand, mit ganzem Wollen und Denken. Er sucht eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung zu uns. Doch wir müssen auch sagen: ''Herr, ich kenne dich nur vom Hörensagen!'' und vielleicht muss unsere Oberflächlichkeit, unsere Schauspielkunst, mit der wir eine Beziehung vortäuschen, wo gar keine vorhanden ist, durch einen ähnlichen Zerbruch gehen, damit wir mit Hiob bekennen können: »Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen, jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen!« (42,5) »Darum widerrufe ich meine Worte, ich bereue in Staub und Asche!« (42,6) Der Mann, der drei selbstgerechte Schwätzer mundtot gemacht hatte und von seiner Rechtfertigung selbst überzeugt gewesen war, widerruft nun. Er weiss, dass er Unrecht hatte. Er streut Asche auf sein Haupt.
Verachtest du Menschen, die sich erniedrigen? Vielleicht verstehst du nicht ganz, worum es geht. Was du nicht magst, ist Unterwürfigkeit. Wenn ein Mensch vor Gott in den Staub sinkt, buhlt er nicht um seine Gunst. Das war das letzte, was Hiob im Sinn hatte. Seine Buße war Anbetung. Er hat begriffen, dass wir Gott nicht wirklich kennenlernen können ohne Ehrfurcht! Er hat die familiäre Ungezwungenheit, das ''Hörensagen'', verlassen und ist zu wirklicher Anbetung übergegangen. Das ist wirkliche Vertrautheit. Anbetung steht Gott einfach zu, wir sind sie Ihm schuldig. Hiob stand am Ende seiner Leidenszeit vor seinem Gott und betet ihn an. Das Problem des Leidens wird nicht gelöst, Gott hat Hiob nicht eine einzige Erklärung geliefert. Doch sein Leid, seine Umstände, seine Probleme existierten für Hiob nicht mehr. Er steht vor seinem Gott, er hat seinen Platz gefunden. Das alleine zählt.Vielleicht lernen wir heute aus seiner Geschichte, das nicht das unbedingt wichtig ist, was wir als wichtig ansehen, sondern vor Gott zu stehen und Ihn anzubeten.

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