zurück zur Krippe -|- Andacht von Rosemarie Schauer (Daily-Message-Archiv, 18. Dec 2011)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3373

für den 18. Dec 2011 - Autor:

zurück zur Krippe

Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

(Lukas 2/12) *©*
 

Kindheitserinnerungen und Erinnerungen an Vergangenes werden besonderst in der Weihnachtszeit wieder lebendig. Dem einem zur freudigen Erinnerung dem anderen leider oftmals sehr bedrückend. Ich darf mich einerseits schöner Gedanken erfreuen, denn obwohl wir als Großfamilie mit acht Kinder eher ärmlich und bescheiden lebten, war Weihnachten bei uns ein wahrlich schönes Fest. Besondere erinnere ich mich an die wunderschöne Krippe die mein Vater selbst gebastelt hatte und die er mit sehr viel Liebe jedes Jahr verbesserte. Mein Vater war sehr kreativ und er hatte die Krippe die so groß war wie ein Fernseher, mit Spiegeln und bunten Lämpchen ausgestattet, die gesteuert durch eine Zeitschaltuhr abwechselnd in ihren Farben die wunderbare Krippen Szene beleuchteten. Ich kann mich gut erinnern; Anfangs hatte nur der Stern und der Stall ein Lämpchen, doch Jahre später erstrahlte alles im bunten Glanz. Natürliches Baum-Moos aus dem Wald, das wir Kinder zu Weihnachten immer wieder neu holen sollten, um den Eltern das geheimnisvolle Baumschmücken zu ermöglichen, gab der Krippe ein lebendiges und natürliches Flair. Die Figuren waren liebevoll aus Laubsäge ausgeschnitten und keine einzige fehlte. Die Hirten mit ihren Schafen, die heiligen drei Könige, Ochs und Esel und natürlich das wichtigste die heilige Familie mit dem Jesus Kind und die Engeln waren zu finden. Ich erinnere mich, ich saß als Kind oftmals vor ihr und eine seltsame Melancholie überkam mich wenn ich die Krippe betrachtete. Ihr Farbenspiel warf Schatten in den Spiegeln und ich war sichtbar berührt von der ganzen Szene. Diese Krippe war etwas besonderes und einfach wunderschön und einzigartig! Mein Vater der Erbauer dieser wunderbaren Krippe, war schon längst verstorben, als ein Bruder Besitz-anspruch an diese Krippe meldete und ich musste sie ihm schweren Herzens überlassen. Ich kaufte mir eine kleine Otto- Normal- Verbraucher Krippe, die ich bis heute noch jedes Weihnachtsfest unterm Chrisbaum stehen habe.

Bis auf einmal! Ich erinnere mich, es war Jahre später an einem heiligen Abend und ich war bereits Mutter von zwei Kindern, an diesem Weihnachtsabend bekam ich kurzfristig ein trauriges Herz durch ein fehlendes Krippenereignis. Ich war an diesem 24.Dezember besonderst gestresst. Mein Lebenspartner war mir kaum eine Hilfe an Weihnachten, weil er diesselbige nicht ausstehen konnte und ich lief zwischen Weihnachtszimmer und Küche hin und her um neben den Baumschmücken auch noch das Essen zu zubereiten. Die Kinder raunzten und waren kaum zu bändigen, weil das Warten auf die Bescherung ja schon viel zu lange dauerte. Ich, damals noch Traditions-gläubig, lies das erste Mal die Kindermette in der Katholischen Kirche ausfallen, weil ich es einfach nicht schaffen konnte auch noch dorthin zu laufen. Alle waren fein gemacht nur ich lief noch im Jogginganzug rum. Ich entschloss mich es auch so zu lassen und entschied mich um der Spannung ein Ende zu machen, die Kinder zu bescheren. Wir sangen feierlich ''Oh Tannenbaum'', und ''ihr Kinderlein kommet'' und zum Schluss andächtig “Stille Nacht Heilige Nacht''. Mein Blick wandert Sehnsuchtsvoll zur Krippe und blieb entsetzt im leeren hängen. Mein Herz wurde so traurig, denn ich habe im ganzen Weihnachtsstress vergessen die Krippe unter dem Baum zustellen. Mag sein ihr denkt nun es ist ja nur eine Krippe, was ist so schlimm daran wenn sie mal fehlt. Doch sie war mir ein kleiner Rettungsanker in meiner damaligen Verlorenheit und für mich unentbehrlich. Die Verlorenheit die ich damals hatte, weil ich noch unerkannt in der Sehnsucht nach dieser Krippenszene lebte. Die selbe Verlorenheit die in der heutigen Zeit ganz viele Menschen noch immer auf die Krippe vergessen läßt. Die Krippe, das Geschehen vor Ort, der Rettungsanker “Jesus, das kleine Kind in der Krippe,” Josef und Maria als Familie, dies zeugt von Geborgenheit und Liebe in einem kalten Stall, sodass es der Welt die Wahrheit widerspiegelt und den Wunsch nach Geborgenheit und Liebe in einer trostlosen und kalten Welt für uns Menschen auftut. Mir fehlte die Krippe unterm Baum und ich hielt fest am Symbol, weil ich spürte das es noch mehr geben musste als das was ich hatte. Deshalb durfte sie ''nicht'' fehlen!

Ich erinnere mich voll Freude an den Tag, wo Weihnachten für mich real wurde. Ich kehrte um und ging zurück zur Krippe, wie damals die Hirten, kniete auch ich nieder um das Kind anzubeten. Ich staunte wie die Waisen aus dem Morgenland (Matthäus 2/1-10) über den König und ich nahm Jesus als meinen Heiland an und übergab ihm als Geschenk mein Leben. Und da erst wurde es Weihnachten in meinen Herzen und der wahre Sinn von Weihnachten in mir bewusst und lebendig.

(Lukas 8/12-19)
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Mir wurde einst die wunderschöne Krippe vom Vater einfach weggenommen. Das war schlimm für mich und ein Weihnachtsfest ohne Krippe unterm Baum ist nach wie vor für mich unvorstellbar, doch noch weniger kann ich mir heute ein Leben ohne Jesus vorstellen und das kann mir keiner mehr nehmen. Amen

Ich wünsche dir, wenn du heute hier liest, mögest auch du die Umkehr zur Krippe in dem Bewusstsein erlebt haben oder noch erleben, Weihnachten ist mehr als nur feiern, denn Weihnachten beginnt in der Krippe mit Jesus!


Ich wünsch euch einen gesegneten Advent Sonntag, herzlichst eure

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Rosemarie Schauer: Geschichten aus der Lebensschule: von Gott signiert
Das Buch von Rosemarie Schauer soll beitragen Menschen zum Nachdenken zu bringen, sie berühren, erfreuen und ihnen anhand ihrer Geschichten und Gedichte zeigen, wie lebendig unser Gott und Lehrer in jede Situation unseres Lebens spricht, um uns zu lehren.


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