Worauf es ankommt -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Oct 2011)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3307

für den 13. Oct 2011 - Autor:

Worauf es ankommt

''Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.''

Galater 5,6 *©*
 

Ich bin froh, daß wir in der Bibel Aussagen finden dürfen, die uns klar aufzeigen, was wirklich wichtig ist vor Gott und was nicht. Es geht um das, was Paulus dem Timotheus schrieb und ans Herz legte: ''Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben'' (1. Timotheus 1,5). Wer nun meint, besondere Rechte vor Gott zu haben, aufgrund bestimmter, religiöser Handlungen oder durch Zugehörigkeit zu einem privilegierten, exclusiven Kreis, der hat tatsächlich nicht verstanden, was wirklich zählt. Mitglied in einem religiösen Club zu sein ist kein Zeichen für einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. Es ist wohl vielmehr ein Zeichen für einen Glauben, der durch eine Kirche oder Institution tätig ist. Was man nicht selbst an Liebe und Glaube investiert, kann einem keiner abnehmen, nicht für noch so viel Geld und Beziehung. Wer tatsächlich aus Glauben liebt, der leidet auch - nicht nur im mitmenschlichen Bereich, sondern auch um der Wahrheit willen (2. Korinther 2,4). Gott ist darum Liebe, weil ER ein aufrichtiges Interesse am Wohlergehen der Menschen hat - an dir ganz persönlich! So eine Liebe ist auch der große Impulsgeber der Annahme und Vergebung. Wer so liebt, der vergibt, weil er nicht anders kann und will. Gott war und ist sich seiner Liebe zu uns Menschen allezeit sicher, darum hat er uns erschaffen und gleichzeitig erlöst. Das war sozusagen eine Art Vertrauensvorschuss wie wir in Römer 5,8 nachlesen können: ''Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren''. Bist du in deinem Herzen gewillt, etwas zu vergeben bevor es geschehen ist? Gott tat es! Nicht daß man es darauf anlegen müsste zu sündigen, um die Liebe zu beweisen, aber wie kann man es mehr beweisen als hier?

Gott hat Wohlgefallen an Barmherzigkeit (Hosea 6,6). Und wie sieht es bei uns aus? Sicherlich müssen wir als Christen nicht der Fußabtreter sein oder das sogar suchen, um unsere Frömmigkeit und Demut zu beweisen, aber mit etwas Abstand und abgekühltem Gemüt können auch wir Gnade vor Recht gelten lassen, oder? Christen sollten ein inneres Gespür für die Wahrheit der göttlichen Liebe und ihrer wunderbaren Konsequenzen haben. Hartherzige und gesetzliche Menschen sollten lernen, was es bedeutet einen Wohlgefallen an Barmherzigkeit zu haben. Wer das nicht oder kaum in Erwägung zieht, zeigt eher daß er einen Gefallen an Hartherzigkeit hat. Jesus hat allem Widerstand von der Sünde gegen seine Person und seiner Mission standgehalten - um der Liebe und der Wahrheit willen (Hebräer 12, 1-6). Wie oft widerstehen wir auch als Christen noch immer dem Willen Gottes? Aber dennoch ist Gott nicht beleidigt sondern treu und gnädig und wunderbar vorausschauend und allwissend um unsere Erziehung bemüht. Wie groß diese Gnade ist, werden wir spätestens im Himmel erkennen. Gott ist freundlich, ohne Gedanken an Rache oder Schadensersatzforderungen. Und wenn jemand die Bibel in manchen Punkten anders interpretiert und versteht, so ist auch hier die Gnade und Liebe größer als alles Wissen und Verstehen. Jesus ist der Fels des Heils, unsere Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort. Jemand, auf den ich traue, mein Schild und der Berg meines Heiles und mein ewiger Schutz (Psalm 18,4)! Allein darauf kommt es an.

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