Abgeschoben und verstoßen? -|- Andacht von Rosemarie Schauer (Daily-Message-Archiv, 09. Aug 2011)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3242

für den 09. Aug 2011 - Autor:

Abgeschoben und verstoßen?

So frage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn ich bin auch ein Israelit, vom Geschlecht Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.

Römer 11 /1-2 *©*
 

Abgeschoben

Sieh einmal hier steht er
wie der Strubelpeter
ungepflegt und unrasiert
sein Gewand mit Dreck verschmiert
wie er da steht es ist ein Graus
“Komm schließen wir ihn aus!!

Schau die Alte dort am Rand
sie hat das schäbigste Gewand
benimmt sich nicht und redet schlecht
“Nein !“ dieser Umgang ist nicht recht
es soll uns keiner mit ihr sehen
“Komm lassen wir sie draußen stehen!”

Siehst du den jungen Junkie dort
dieser fixt an jedem Ort
Oh diese Jugend ist nichts wert
sie machen alles nur verkehrt
“Wir wollen sie nicht bei uns haben
sollen sich anderswo vergraben!”

Schau dieser Menschenhaufen dort
kommt wohl nicht von unserem Ort
reden alle andre Sprachen
was die in unserem Land wohl machen?
“ Mit denen wollen wir nicht leben
wir wollen kein Asyl hergeben!”

''Oh wie dunkel ist die Welt
wenn der Mensch sein Urteil fällt
doch tät uns Jesus so besehen
blieben wir auch draußen stehen
der Freispruch würde aufgehoben
und wir wären abgeschoben!

Copyrigth Rosemarie Hojus

Wie geht es uns mit den Menschen aus der Unterschicht? Mit den Armen und Verdreckten und den Asylanten? Sind sie uns zuwider, sind sie uns egal oder haben wir ein Herz für diese Ausgestoßen der Gesellschaft.

Mir haftet seit unserem Urlaub eine Begegnung mit einem Gestrandeten in meinen Gedanken. Dieser Mann ca. 30 Jahre alt torkelte betrunken an uns vorüber als wir an der Haltestelle auf den Bus warteten. In seinem Einkaufskorb lagen zwei Dosen Bier. Er redete lachend zu sich selbst “Heute gibt es kein Abendessen! “ Zufällig erlebten wir am nächsten Tag genau an dieser Stelle seinen Zusammenbruch. Polizisten betreuten den Sturzbetrunkenen am Boden liegenden Mann bis das die Rettung eintraf um ihn mit zunehmen. Ich könnte nun sagen ich habs gewusst es musste ja so kommen, doch mein Herz bewegte sich in Mitleid mit diesem Menschen. Ich weis nicht welche Not ihn zu seinem Zustand verhalf, ich weis nicht was ihn zu dem machte was er ist. Ich konnte ihn nur mit einem stillen Gebet begleiten und ich übergab ihn samt seinem Elend Jesus. Möge er ihm persönlich in seiner Not begegnet sein und ihn aus seinem Elend erretten.

Wie geht es uns im Allgemeinen mit Menschen dieser Art? Ich denke wir haben schnell unsere Grenzen erreicht, wenn wir mit Menschen in Berührung kommen die nicht so sind wie sie sein sollten oder wie wir sie gerne hätten.

Aber nicht so Jesus, er ist wie immer ''das Beste Vorbild'' für uns. Viele Geschichten im neuen Testament erzählen wie Jesus mit den Menschen in Not und Elend umging. Er selbst kannte keine Grenzen und hatte gerade für die verstoßenen, den Abschaum dieser Welt sein Herz geöffnet. Er liebte alle Menschen gleich und machte keinen Unterschied. Er aß mit den Zöllnern (Matthäus 9/10) berührte Kranke (Matthäus 4/24) und Unreine (Matthäus 10/8 ) ja selbst Menschen mit Aussatz die wirklich ausgestoßen waren scheute er nicht. Ja, Jesus war der Übermensch auf Erden und er sagt auch wir sollen es ihm gleich tun. Wir sollen lernen was Barmherzigkeit ist. (Matthäus 9/13) Jesus sagt aber auch “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!” und wer unser nächster ist so lehrt er uns mit dem Gleichnis des Barmherzigen Samariters. (Lukas 10/29-37)

Liebe Geschwister, es ist schnell übers Gesindel geurteilt, doch lasst uns daran denken das vor Gott alle Menschen gleich sind (Römer 3/23-24) und das wir im Grunde, ja jeder einzelne von uns einmal vor Gott gestrandet waren. Aber so wie Gott niemanden ausschließen und verstoßen würde, so wollen auch wir uns mühen mit den Menschen um zugehen. Üben wir uns in Barmherzigkeit, vielleicht gerade bei den Gestrandeten. Denn es kann leicht sein, dass der Hilfsbedürftige Mensch an der Bushaltestelle dein Nächster ist. Amen

Seid herzlich gesegnet, eure

()


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Rosemarie Schauer: Geschichten aus der Lebensschule: von Gott signiert
Das Buch von Rosemarie Schauer soll beitragen Menschen zum Nachdenken zu bringen, sie berühren, erfreuen und ihnen anhand ihrer Geschichten und Gedichte zeigen, wie lebendig unser Gott und Lehrer in jede Situation unseres Lebens spricht, um uns zu lehren.


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