Leichtfertige Beschwernisse -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 30. May 2011)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3171

für den 30. May 2011 - Autor:

Leichtfertige Beschwernisse

''Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen''.

2. Korinther 5, 4-7 *©*
 

Die ''Hütte'' ist unser Körper und der hat erwiesenermaßen ein Eigenleben. Das merkt man als Christ vermutlich sehr viel intensiver und praktischer, als jemand, der mit Gott nichts am Hut hat. In Römer 7, 22-25 schreibt der Apostel Paulus: ''Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde''. Paulus versuchte nie sein Fleisch zu bekehren oder bat Gott darum. Er wusste, daß dies unmöglich war. Es war im klar, daß er einerseits aus einem ''todverfallenen Leib'' besteht und er andererseits trotzdem mit seinem Gemüt der Sache Gottes dienen kann. Mit ''Gemüt'' ist laut ''Wikipedia'' folgendes gemeint: ''Mit Gemüt wird die durch die Gesamtheit der Gefühls- und Willenserregungen erworbene Einheit und Bestimmtheit des Seelenlebens bezeichnet. Das Gemüt wird dabei, vergleichbar den Emotionen oder der Sinnlichkeit, als Gegenpol zur Intelligenz bzw. zum Verstand gesehen. In einem engeren Sinne ist der „Gemütsmensch“ ein Mensch, der Gelassenheit ausstrahlt und schwer aus der Ruhe zu bringen ist. In diesem Sinne bezeichnet der Begriff „starkes Gemüt“ etwas Tugendhaftes, mit Gemütszustand wird die akute seelische und emotionale Situation eines Menschen bezeichnet, Gemütsschwankungen beziehen sich auf seelische und psychische Instabilität''. Paulus war also tatsächlich ein gelassener Mensch, auch wenn man das anhand seiner manchmal strengen Briefe, seiner heiligen Ernsthaftigkeit, seines Hintergrundes und seiner Stellung und Position nicht unbedingt vermutet. Er war einfach ein Realist von Gottes Gnaden und konnte mit sich selbst und anderen Menschen gut umgehen. Aber das war für ihn auch ein Prozess nachdem er Jesus Christus auf dem Weg nach Damaskus kennen lernte (Apostelgeschichte 22,6). Zuvor war er überhaupt nicht der Überzeugung, daß all sein Wissen, seine Askese und Disziplin, sein religiöses Repertoire im Vergleich zur Wahrheit in Jesus Christus nur ''Dreck'' war (Philipper 3,8). Wir sollen auch gut mit uns selbst und anderen umgehen. Das gelingt uns nicht immer, und nicht selten ''seufzen'' wir ebenso mit Paulus und hadern mit unserem ''todverfallenen Leib''.

Nur blieb Paulus an diesem Punkt nicht stehen und resignierte, vergrub und verschanzte sich, oder hielt sich für untauglich Jesus nachzufolgen. Nein, er dankte Jesus Christus der ihm seine Sünden vergeben hatte und den alten (sündigen) Menschen sozusagen vor aller Ewigkeit aus dem Verkehr gezogen hat. Darum konnte er (und wir) auch feststellen und sagen: ''Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben'' (Galater 2,20). Es ist der Glaube, also das unsichtbare Wissen, daß Gott lebt und es gut mit mir meint, der aus uns schwachen Menschen (und Christen) Nachfolger und Jünger Jesu macht. Und weil wir das nicht im Fleisch bewerkstelligen müssen (geschweige denn können) sagt uns Jesus auch in Matthäus 11, 28-30: ''Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht''. Wenn wir im Fleisch wandeln haben wir keine Ruhe für unsere Seelen, dann sind wir nicht locker und gelassen, sondern werden zum ''Nervenbündel'' und sind verzweifelt und schämen uns, weil wir so viel Kopfwissen und so wenig Überzeugungstat haben. Das hatte Paulus anfangs auch. Und er war ein Überzeugungstäter von höchster Qualität - nur hatte er sich total verrannt und hat sich selbst und andere unerhört beschwert. Von einem sanften Joch hatte er keine Ahnung, und von einem demütigen Leben war er soweit entfernt wie die Sonne vom Mond. In Hebräer 12, 1-3 teilt uns der Autor die Realitäten mit, uns macht uns Mut für ein segensreiches Leben in der Nachfolge unseres HERRN und Erlösers Jesus Christus: ''Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst''.


Bildquelle: http://www.pixelio.de/

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