Der Form halber -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 05. Nov 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2965

für den 05. Nov 2010 - Autor:

Der Form halber

''Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! Wenn ihr mir auch euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran, und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an. Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören!''

Amos 5, 21-23 *©*
 

Es geht um unsere Einstellung, um Aufrichtigkeit im Gegensatz zu Heuchelei und um echte innerliche Beteiligung anstatt aufgesetzter Äußerlichkeiten in Bezug auf unsere Glaubenspraxis. Was wir mit bestimmten Handlungen und Ordnungen verbinden (sofern wir gläubig sind) dient letztlich uns selbst. Wir tun Gott damit keinen Gefallen, sondern disziplinieren und konzentrieren uns selbst, um Gott mehr Raum in unserem Leben zu geben (Römer 8,13) und seinen Willen zu erkennen. Es soll uns eine Hilfe sein uns auf Gott auszurichten, und uns an seinem Segen und seiner Gnade und Herrlichkeit zu erfreuen und zu erinnern. Was könnte da leichtfertiger, überflüssiger und arroganter sein, als nur der Form halber und mit ''angezogener Handbremse'' sich am Gottesdienst und den Versammlungen der Gemeinde zu beteiligen? Was Gott von uns möchte, sollten wir entweder aufrichtig und motiviert tun, zum Beispiel die Versammlungen besuchen (Hebräer 10,25), oder wir lassen es besser. Halbherzigkeit und Lässigkeit taugen nicht im Glaubensleben. Es geht nicht um fromme Leistungen, sondern um meine Einstellung. Fehler und Nachlässigkeiten lassen sich nicht immer vermeiden, wir sind Menschen. Aber mit einer übermütigen Lässigkeit tun wir uns selbst keinen Gefallen (Jeremia 48,10). Der Prophet Jesaja fragte seinerzeit solche Menschen im Namen Gottes: ''Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen — wer verlangt dies von euch, daß ihr meine Vorhöfe zertretet? Bringt nicht mehr vergebliches Speisopfer! Räucherwerk ist mir ein Greuel! Neumond und Sabbat, Versammlungen halten: Frevel verbunden mit Festgedränge ertrage ich nicht''! Es liegt vermutlich im Wesen des Menschen begründet, daß er Dinge, die sich in gleicher oder ähnlicher Weise wiederholen, im Laufe der Zeit routinemäßig ''erledigt'', und mit halber Kraft angeht, so lange, wie es noch zum gewünschten Ergebnis führt. Dies mag im Arbeitsleben zur Normalität zählen und als positive Berufserfahrung gewertet werden, aber vor Gott funktioniert das so nicht. Und dies aus Gründen die nachvollziehbar sind. Zum einen haben wir es mit dem lebendigen Gott zu tun, der sich zwar nicht verändert, aber wir tun es.

Zum anderen, verändern wir uns täglich (positiv oder negativ) und Gott geht in seiner Vollkommenheit und Weisheit täglich neu und individuell mit seinen erkauften Kindern um. David schreibt in Psalm 145, 1-3: ''Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich! Täglich will ich dich preisen und deinen Namen rühmen immer und ewiglich! Groß ist der Herr und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich''. Dieser ewige, so ferne und doch auch so nahe Gott, kann und will uns täglich neu begegnen. Und selbst wenn sich manches wiederholt im Glaubensleben, so ändert sich doch auch oft der Blickwinkel und die Umstände. Und manches sieht man plötzlich mit anderen Augen. Unsere Seele findet letztlich aber keinen Frieden in einer entspannten, äußerlichen Routine frommer oder auch nichtfrommer Rituale, sondern nur im lebendigen Glauben an den unwandelbaren Gott. Wenn das gewährleistet ist, sind äußere Handlungen nicht unwichtig, aber nur Mittel zum Zweck und niemals die Hauptsache. An den Schöpfer aller Dinge dürfen wir unsere Aufmerksamkeit, Achtung, Liebe und Dankbarkeit im positiven Sinne verschwenden. Wir selbst sind zwar vor Gott wie ein offenes Buch, aber Gott als Ziel und Sinn unseres Lebens, ist unerforschlich und uns dennoch durch den Heiligen Geist sowie das Evangelium sehr nahe gekommen. Mit der rechten Einstellung können wir sogar die Tiefen der Gottheit ergründen (1. Korinther 2,10). Auch wenn wir damit nie fertig werden würden. In Micha 6, 6-8 lesen wir sehr konkret, worauf es ankommt: ''Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem erhabenen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat der Herr Wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott''?

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