Arm im Geist -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 17. Oct 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2946

für den 17. Oct 2010 - Autor:

Arm im Geist

''Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel!''

Matthäus 5,3 *©*
 

Wer ist gemeint mit diesen geistlich Armen? Sind Menschen gemeint, die eine überschaubare Intelligenz haben, oder umgangssprachlich ''einfach gestrickt'' sind? Wohl kaum. Es ist vielmehr so, daß diejenigen gemeint sind, die von einer latenten Selbstzufriedenheit weit entfernt sind und merken, daß sie eigentlich gar nichts im Griff haben in ihrem Leben. Sie sind in geistlichen Dingen fernab von jeder Eingebildetheit, sie wissen, daß über ihrem Leben das Wort ''Hilflosigkeit'' steht und ihr wahrer Zustand keinen Raum finden kann für jede Art von Stolz, Souveränität oder Leistungsstärke. Wenn wir beten, fühlen wir uns dann geistlich reich? Gehen wir davon aus, daß das Gebet an sich schon ein Zeichen für Stärke ist? Fühlen wir uns anderen, die nicht oder unbeholfener beten überlegen? Weit gefehlt. In 1. Petrus 5, 5-6 steht: ''Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter; ihr alle sollt euch gegenseitig unterordnen und mit Demut bekleiden! Denn »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit''! Unser eigener Geist ist arm. Wenn wir das nicht erkennen, sind wir auch noch blind. Dann zählt für uns als einzelne Person oder als Gemeinde was in Offenbarung 3,17 steht: ''Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt''. Es geht nicht darum, daß wir ''mehr'' oder ''besser'' glauben sollen, sondern wir sollen nach Gottes Willen und in der Kraft seiner Stärke glauben. Nicht mehr und nicht weniger. Glückselig sind wir, wenn wir erkennen, daß wir aus uns selbst weder Glauben, noch Vertrauen, noch Stärke oder Erkenntnis gewinnen können. Wenn wir dies nicht einsehen, haben wir tatsächlich einen Mangel an Erkenntnis und beten auch entsprechend. Dann haben wir einen Mangel an Glauben, weil wir unsere geistliche Armut höher bewerten als die Gnade Gottes. Ohne Gottes Licht sind wir geistlich arm - selig sind wir, wenn wir das verstehen. Denken wir an Hiob. Er hat diese tiefe Erkenntnis auf brutale Art und Weise lernen müssen, daß nämlich alles von Gott kommt und er der HERR über Leben und Tod ist.

In Hiob 42, 1-6 lesen wir was Hiob am Ende der bekannten Geschehnisse sagte: ''Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: Ich erkenne, daß du alles vermagst, und daß kein Vorhaben dir verwehrt werden kann. »Wer verfinstert da den Ratschluß mit Worten ohne Erkenntnis?« Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, Dinge, die mir zu wunderbar sind und die ich nicht begreifen kann! »Höre nun, ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre mich!« Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und in Asche''! Hiob erkannte, daß er trotz seines äußerlichen Reichtums arm im Geiste war. Gott machte ihm seine Armut klar und zeigte, mit wem er es zu tun hatte - mit dem allmächtigen Gott. Wir vergessen das auch manchmal, mit wem wir es zu tun haben. Unsere Erlösung haben wir allein von Gott erhalten - nicht aus uns selbst (Epheser 2,9). Gott hat uns erkauft, wir gehören uns nicht mehr selbst und Gott hat seinen Heiligen Geist in die Auserwählten hinein gelegt und sie damit versiegelt (2. Korinther 1,22). Wo Gott wohnt, da herrscht er auch! Gott füllt unseren Mangel aus, wenn wir ihn auch als Mangel wahrnehmen. Die Geistlich Armen sind wir, die Herausgerufenen und diejenigen, die in der Welt nichts gelten und dort auch nicht ihren Frieden suchen und erhoffen. Der Gott an den wir glauben dürfen ist allmächtig und unvorstellbar groß, wie könnten wir da meinen vor ihm reich zu sein? In Psalm 46, 5-11 lesen wir erbebende Worte: ''Ein Strom mit seinen Bächen erfreut die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten. Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen, wenn der Morgen anbricht. Die Völker toben, die Königreiche wanken; wenn Er seine Stimme erschallen läßt, dann zerschmilzt die Erde. Der Herr der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! Kommt her, schaut die Werke des Herrn, der Verwüstungen angerichtet hat auf Erden, der den Kriegen ein Ende macht bis ans Ende der Erde, der den Bogen zerbricht, den Speer zerschlägt und die Wagen mit Feuer verbrennt! »Seid still und erkennt, daß ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!«''.

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