Nicht für die Welt -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 24. Sep 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2923

für den 24. Sep 2010 - Autor:

Nicht für die Welt

''Nun erkennen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind''.

Johannes 17, 7-9 *©*
 

Was Jesus hier im hohepriesterlichen Gebet ausspricht, ist von grundlegender geistlicher Bedeutung, und somit eine zentrale Wahrheit, für das Leben jedes wahrhaft Gläubigen. Etwas anzunehmen und als Wahrheit zu erkennen, setzt, menschlich gesehen, einen eigenen Antrieb voraus, der durch Informationen und Überlegungen dann zu einer Willensbekundung führt: ''Ich glaube, weil...''. In Römer 9,16 lesen wir aber: ''So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen''. Das bedeutet demnach, wir können nur etwas von Gott erkennen und annehmen, als ewige Wahrheit begreifen und verinnerlichen, wenn Gott sich in dieser Weise einem zuneigt, sich also persönlich erbarmt. Der Grund der Errettung ist nicht im Willen des Menschen zu finden. Auch nicht in dessen Liebe, Gehorsam oder Aufrichtigkeit. Jesus hat entsprechend in seinem Gebet auch nichts anderes erbeten, als daß Gott diese herausgerufenen Menschen erhalten soll (Johannes 17,11). Solche eben, die der Vater ihm gegeben hat. Damit sollte auch klar sein, daß etwas, was Gott erhält, erhalten ist und erhalten bleibt. Ein Mensch ist nicht fähig zu glauben, es sei denn Gott schenkt es. Wir sind Feinde Gottes, eine gefallene Schöpfung und tot in unseren Sünden (Epheser 2,1). Wir sind weder neutral, liberal noch frei, und können nicht gegen unsere sündige Natur handeln. Das tägliche Leben beweist es. Charles H. Spurgeon hat geschrieben: ''Daß der Mensch fähig sein muss zu glauben und Buße zu tun, um für seinen Unglauben und seine Unbußfertigkeit verantwortlich zu sein, ist ein philosophisches Konzept, das in der Schrift nicht zu finden ist, ja es steht sogar direkt gegen die Schrift, denn wenn die Verantwortlichkeit an der Fähigkeit zu messen wäre, bedeutete das, daß ein Mensch, je sündiger er würde, desto weniger verantwortlicher wäre''.

Was wir haben ist eine moralische Verantwortlichkeit - wir sind nicht zu jeder Sünde gezwungen, und in diesem Rahmen haben wir eine gewisse Handlungsfreiheit, was aber mit einem freien Willen (aus Gottes Sicht) an sich nichts zu tun hat. Freie Gnade ist etwas anderes als freier Wille. Die meisten Christen lernen erst im Laufe ihres Lebens die Sünde und sich selbst so richtig kennen. In 2. Timotheus 2,11-13 steht: ''Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben;
wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen; wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen; wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen''
. Gott bewirkt nicht nur das Heil, sondern auch das Ausharren. Und je länger wir Christen sind, desto deutlicher wird es doch, daß es mit unserer Treue und inneren Bereitschaft in allem nach Gottes Reich und Willen zu trachten (Matthäus 6,33) nicht so weit her ist. Darum auch das Gebet Jesu zu seinem (und unserem) Vater daß ER die Seinen (nicht die Welt) erhalten soll. Gott gründet sich seine himmlische Familie und alles findet sich ohne Zweifel in der Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Vorausschau durch und in Jesus Christus - Johannes 6, 37-40: ''Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag''.

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