Neid oder mitfreuendes Teilen -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 17. Sep 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2916

für den 17. Sep 2010 - Autor:

Neid oder mitfreuendes Teilen

Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.

1.Joh. 4,19 *©*
 

Wer Geld hat, kann Zucker kaufen. Sicher ist dieser Spruch einigen bekannt. Kaum jemand wird sagen können, dass er noch nie neidisch war, noch nie das Denken und Fühlen in ihm aufkam: Wenn ich das doch auch hätte / wäre, was gerade dieser Mensch hat / ist. Oft kann man auf banale Taten neidisch sein: Oh, der Nachbar putzt das Fenster - ich auch.

Wie entsteht eigentlich Neid? Neid entsteht aus dem Vergleich mit dem anderen, der es nach unserer Meinung besser hat. Sie erwächst aber auch aus der quälenden Überzeugung,dass einem etwas entzogen bzw. vorenthalten wird, was andere haben dürfen. Neid kommt aber nicht nur durch die unterschiedlichen äußerlichen Verhältnisse, sondern tief im Herzen steckt der Keim. Diesen Keim können wir mit Gottes Hilfe und Kraft besiegen und müssen diesem Keim keine Nahrung und keinen Platz zum Wachsen geben. Warum nicht miteinander freuen und teilen? Ist das nicht viel schöner, als grummelnd mit neidischen Gedanken dabei zu stehen? Uns ist die Chance zum Umdenken und des neuen Verhaltens gegeben. Wir müssen nur erkennen und uns selber zugeben, dass wir die die Ursache des Denkens sind und nicht der andere mit seinem Besitz.

Neid ist das Missgönnen und Haben-wollen, man kann es nicht verkraften, dass der andere ''mehr'' oder ''besseres'' oder ''moderneres'' hat. Der Neidische will aber nur die Dinge haben, die für ihn von Vorteil sind. Ganz umfassend will er nicht austauschen. ''Neid ist wie Eiter in den Gebeinen'' steht in Sprüche14,30. Der Neidische leidet auch. Man wird aggressiv gegen sich selber und andere. Man kann sich dadurch selber ins ''Aus'' befördern. Haben wir kein Ansehen durch das Besitzen der anderen Dinge, sind wir frustriert oder ergehen in Selbstmitleid. In einem Vortrag hörte ich mal, dass Neid auch die Ursache vielfältiger neurotischer Verhaltensweisen sein kann.

Gott will nicht, das wir neidisch sind. Gott hat uns lieb, wenn er uns auch nicht alle Wünsche erfüllt. Er liebt uns zuerst und wir müssen nicht um seine Liebe buhlen (1.Joh. 4,19).Gott liebt uns nicht, weil wir so wertvoll sind, sondern wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt, wie es in Johannes 3,16 steht: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Manchmal meinen wir auch, dass Gott nicht zu unserem Besten wirkt. Gott gibt uns aus freien Stücken und müssen nichts wie ein trotziges Kind ertrotzen (Mt. 7,7).Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen. Vertrauen wir doch seine guten Absichten, wenn es auch manchmal anders scheint. Wir meinen oft, Gott versteht uns nicht und ist gegen uns, aber Gott kennt, bevor wir die Wünsche überhaupt benennen, sie schon. Verheimlichen ist nicht möglich und die Wünsche sind längst anerkannt (Mt 6,8). Wir müssen Gott nicht umstimmen und auf unsere Seite ziehen. Es sagte schon längst ''ja'' zu uns. Oft haben wir auch das Gefühl, Gott kennt uns nicht mehr. Wir sagen ihm dann ''Bescheid'' über uns, aber das ist überflüssig, denn er weiß längst alles. Das ist doch gerade das Schöne an ihm: Er kennt uns durch und durch und kündigt uns nicht die Freundschaft und Gemeinschaft. (Hebr.10, 35+36).

Mit Gottes Hilfe können wir unsere Lebenslage akzeptieren und meistern. Unsere Wunschbilder zu pflegen bringt nichts. Wir erreichen das Ziel, wenn wir aus der Realität das Beste machen. Danken wir doch für das Gute und nehmen nicht mehr alles selbstverständlich hin. Suchen wir doch den Wert in der Sache, die Gott uns zukommen lässt und danken ihm dann dafür. Machen wir uns aber auch klar, dass der andere nicht nur Licht kennt, sondern auch Schatten. Teilen wir mit den andern, so bestätigt sich: Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Für heute wünsche ich dir: ''Herr, gib mir Mut, das zu ändern, was ich ändern kann; die Gelassenheit, das Unabänderliche zu tragen, und die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.''

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