Seligpreisungen 5 - Die Barmherzigen -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 07. Jul 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2844

für den 07. Jul 2010 - Autor:

Seligpreisungen 5 - Die Barmherzigen

Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Mt 5,7 *©*
 

»Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: .............. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen! ................« (Matthäus 5,1-12 )

Eine Musikgruppe nahm sich die Seligpreisungen musikalisch vor. Dabei kam ich durch ihre Texte und Theaterszenen auf die Idee, mir Gedanken über die einzelnen Seligpreisungen zu machen. Seligpreisungen 1 bis 4 waren schon. Wenden wir uns nun Seligpreisung Nummer fünf zu.

Ein Autounfall auf der Straße. Verletzte oder Schockierte liegen, stehen oder sitzen herum. Wer hilft als Erster? Wer ist bereit zu helfen? Wer kann helfen? Laufen die Rettungsarbeiten, so fahren die ''Gaffer'' langsam vorbei und es besteht die Gefahr, dass Folgeunfälle entstehen. Schlägereien oder Zusammengeschlagene auf der Straße, in U-Bahnen..... - wer wagt es, dazwischen zu gehen? Besonders bei den Meldungen, die durch die Presse gehen. Schlichter werden aggressiv angegangen und teilweise tödlich verletzt. Gläubiger fordern ihre Schulden ein und haben kein Verständnis für besondere Situationen. Wie denken sie, wenn sie mal in eine solche Situation kommen. Hinsehen, bewusst wegsehen, nur nichts begreifen bzw. verstehen.

Die Bibel ist da sehr aktuell, denn es gibt zwei Geschichten, in denen Ähnliches steht. In Lukas 10, 30-36 steht: ''Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? In Matthäus18, 28-34 wird von einem Schuldeneintreiber berichtet: ''Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. Als aber seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.''

In den ersten vier Seligpreisungen ging es mehr um Haltungen im Leben, die wir einnehmen sollen. Nun folgen vier aktive Entscheidungen, die unsere Gemeinschaft betreffen. In der fünften Seligpreisung geht es um die Barmherzigkeit. Barmherzigkeit ist immer unverdient. Wenn der Betroffene sie verdient hätte, dann wäre es keine Barmherzigkeit mehr, sondern Gerechtigkeit.

Menschen wollen Gerechtigkeit ausüben und haben doch einen Mangel an Mangel an Mitgefühl und Barmherzigkeit. Dies ist ein starker Ausdruck unserer heutigen Zeit. Man sucht den eigenen Vorteil und Nutzen, aber ebenso schnell übergeht man die Schwachen und Leidenden. Sollen sich die andern um diese Leute kümmern. Wofür gibt es staatliche Stellen? Man schnell für sich selbst, aber was ist mit den Leidenden und Gescheiterten? Barmherzigkeit ist die Fähigkeit, sich in die Lage eines anderen hinein zudenken. Es heißt, sich dem Mitmenschen gefühlsmäßig und auch praktisch anzunehmen. Diese Eigenschaft kommt sehr deutlich t in der Geschichte vom barmherzigen Samariter heraus. Diese Geschichte zeigt auch sehr deutlich, dass Barmherzigkeit überhaupt nicht das Kennzeichen des religiösen Menschen (Priester, Levit) ist! Das Gegenteil von Barmherzigkeit ist Kritik, und darin sind wir alle viel besser begabt und geübt. Ich drehe es mal herum: Weil wir Barmherzigkeit gefunden haben, sind wir glückselig und können selbst Barmherzigkeit üben!
Wir sind allein aus Gnade und Barmherzigkeit Gottes Kinder geworden. »So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.« (Römer 9,16 ) Gott hat sich um uns gekümmert. Gott empfand kein Mitleid mit uns. Mitleid kann unfruchtbar sein. Barmherzigkeit wird daraus, wenn aus dem Gefühl ein mitfühlendes Handeln wird. Barmherzigkeit ist aktiv. Barmherzigkeit ermutigt den Gescheiterten, noch einmal anzufangen. In Jesus wurde Gottes Barmherzigkeit praktisch. Doch das Prinzip gilt auch für uns: »Solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe?« (Matt.18,33 ) Ist Gott mit dir barmherzig, solltest du es dann nicht auch mit deinem Mitmenschen sein? Gilt die Geschichte vom barmherzigen Samariter nur in Ausnahmesituationen oder ist sie auch für den Alltag gültig? Wie ist das mit den ''schwierigen'' Menschen in unserer Umgebung? Viele Menschen suchen ihren eigenen Vorteil, aber dabei fehlt die Barmherzigkeit für den anderen. Kann es sein, dass darum so viele unzufrieden und verbittert sind?

Wir brauchen alle Barmherzigkeit! Wir finden sie bei Gott und indem wir selbst Barmherzigkeit üben. Ich wünsche dir heute Kraft für Barmherzigkeit.

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