Seligpreisungen 4 - Die Hungernden -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 03. Jul 2010)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2840

für den 03. Jul 2010 - Autor:

Seligpreisungen 4 - Die Hungernden

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

Mt 5,6 *©*
 

Eine Musikgruppe nahm sich die Seligpreisungen musikalisch vor. Dabei kam ich durch ihre Texte und Theaterszenen auf die Idee, mir Gedanken über die einzelnen Seligpreisungen zu machen. Seligpreisungen 1 bis 3 waren schon. Wenden wir uns nun Seligpreisung Nummer vier zu.

Das Märchen ''Hans im Glück'' kennen sie sicher. Hans tauscht immer Tiere bzw. Gegenstände gegen ein eher wertloseres Tauschobjekt. Er tauscht zum Beispiele den Goldklumpen gegen ein Pferd ein, damit er nicht mehr zu Fuß gehen muss. Das Pferd tauscht er danach gegen eine Kuh ein. Ist das gerecht? Der Anbieter ist der eigentliche Gewinner. Hungernde wollen etwas zu essen oder zu trinken haben. Wer den Zweiten Weltkrieg noch mitbekommen hat oder Erzählungen von den Großeltern oder Eltern hörte, weiß, wie die Leute gehungert haben und nichts zu essen, trinken und anzuziehen hatten. Doch wir hungern nicht nur nach leiblicher Nahrung, sondern auch nach Anerkennung, Liebe und Geborgenheit.

Im Berufsleben erfahren viele Menschen Ungerechtigkeit und Mobbing. Kann man die Ungerechtigkeit im Keim ersticken? Sie müssen sie meistens erdulden und ertragen, weil sie sonst ihre Arbeitsstelle riskieren und arbeitslos sind. Die Unterhaltung der Familie kostet aber Geld, weil Schule und Alltag ihren Preis haben. Man stellt sich die Frage, ob man dagegen angehen soll. Man überlegt sich die Folgen der Reaktion. Kinder fühlen sich oft von den Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden...... ungerecht behandelt. Das Gefühl der Ungerechtigkeit zeigt sich in Trotzreaktionen, Wutausbrüchen, sturem Verhalten und dem Anschreien der Personen. Sie müssen erst für sie unverständliche Bedingungen erfüllen, bis ihr Wunsch in Erfüllung geht. Die, die Macht haben, haben ein leichtes Spiel, jemanden zu mobben.

Wir haben hier genügend zu essen und zu trinken und auch genügend Kleidung. Und die Kinder in Afrika? Bilder von hungernden Kindern gehen durch die Presse und Medien. Spendenaktionen rufen zu verschiedenen Spenden auf. Flugzeuge mit Medizin, Nahrung und Kleidung starten in die gefährdete Region. Spendenkonten werden in den Medien bekannt gegeben. Eine Rundum-Versorgung aller Menschen für alles Lebensnotwendige wäre ideal, aber sie ist anscheinend nicht möglich. Jeder denkt nur an sich selbst und nutzt den Gutmütigen aus, wenn dieser mit andern teilt. Oft werden die Ausgenutzten hinter ihrem Rücken noch aus- oder belacht.
Sieht man sich im Leben um, so könnte man meinen, dass es den Bösen immer gut geht und sie ungeschoren davonkommen. Da kommt dann die Frage auf: Was bringt mir der Glaube? Soll ich dabei bleiben? Gesetze werden gebrochen oder hintergangen, um an das Ziel des Glückes zu kommen. Und was einmal gut ging, wagt man ein zweites, drittes, viertes...mal.

Jesus selber musste auch im Leben viel Ungerechtigkeit erleben. Er musste schon früh fliehen, damit er weiterleben konnte. Später erlitt und hörte viel Ungerechtigkeit und viel Lüge über sich. Feinde behaupteten Dinge, die nicht der Realität entsprachen. Er betete im Garten Gethsemane zum Vater, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge. Aber Gott wollte es anders und gab seinem Sohn die Kraft und Gelassenheit, die Ungerechtigkeit und den Spott hinzunehmen.

In den ersten vier Seligpreisungen geht es mehr um Haltungen im Leben, die wir einnehmen sollen. In dieser Seligpreisung steht aber die tröstende Verheißung, dass die Unterdrückten bei Gott keine Tränen mehr weinen werden, weil Gott sie nicht vergessen hat. Gott sieht die Menschen, wie sie hier auf Erden ungerecht behandelt worden sind. Er verspricht ihnen: Gott wird abwischen alle Tränen und alles Leid. Gott kann uns auch die Kraft und die Gelassenheit geben, die Ungerechtigkeit hier zu ertragen und dennoch freundlich zu den Menschen zu sein. Wir sind von ihm geliebt und angenommen. Diese Tatsache erfüllt und nährt uns innerlich mehr und länger, als die leibliche Nahrung, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Ich wünsche dir heute die Kraft, Dinge gelassen hinzunehmen und noch dazu, Freundlichkeit auszuüben.

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