Seligmachende Torheiten -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 19. Mar 2010)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2734

für den 19. Mar 2010 - Autor:

Seligmachende Torheiten

''Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft''.

1. Korinther 1,18 *©*
 

Das Evangelium ist im Grunde eine einfache Botschaft, für die man keine besonderen rhetorischen Fähigkeiten benötigt, um es zu vermitteln. Vielmehr besteht unter Umständen sogar die Gefahr, daß wenn man daraus ein verbales Mysterium zelebriert, das Wort vom Kreuz zunichte gemacht wird (1. Korinther 1,17). Was manche Menschen für dumm, veraltet, überflüssig und uninteressant halten, benutzt Gott für seine Zwecke, um durch die ''Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben'' ((1. Korinther 1,21). Mir kann also mein allzu kompliziertes Denken manchmal sogar sehr im Wege stehen, und sogar dazu führen, daß ich trotz meiner Klugheit und weltlichen Kompetenzen (auch auf religiösem Grund) nicht wirklich etwas verstehe und entsprechend mit gutem Gewissen glauben kann. Es ist ein Prinzip Gottes, den Menschen zur Demut zu führen, damit er erkennt, mit wem er es zu tun hat (Hiob 22,29: ''Denn er erniedrigt die Hochmütigen; aber wer seine Augen niederschlägt, dem hilft er''). Wer sich hochmütig Gott, der Bibel und anderen Menschen nähert, kann nicht davon ausgehen, überhaupt je etwas zu verstehen und den Sinn von Gnade und Demut auch nur annähernd zu erkennen. Wer von sich selbst hoch denkt, und sich vielleicht sogar durch die einfache Botschaft vom Kreuz unterfordert oder beleidigt fühlt, steht sich selbst im Weg und wird das Heil in Jesus Christus, das mit seinem Kreuz und Blut untrennbar verbunden ist, nicht erlangen können. In Hebräer 9,22 steht: ''Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung''. Das ist für manche tatsächlich eine ungeheuerliche und törichte Botschaft. Und wer als Christ damit ein Problem hat, sollte sich nicht Christ nennen. Paulus war ein Pharisäer, ein intellektueller Mensch auf höchstem traditionellen und anerkannten religiösem Niveau in Israel. Er hat nach seiner Bekehrung sein umfangreiches Wissen für nichts geachtet (laut Philipper 3,8 sogar für ''Schaden'' und ''Dreck'') im Vergleich zur einfachen und seligmachenden Botschaft vom Kreuz.

Der Grund war folgender: ''Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft''. (1. Korinther 2, 3-5). Wenn wir in der Bibel aufgefordert werden umzukehren und ''wie die Kinder'' zu werden (Matthäus 18,3) dann eben genau aus dem Grund, daß wir uns nicht durch eigene Kraft und Wissen definieren (auch als Christ) sondern durch die Annahme des ''törichten'' Glaubens wie ein Kind. Jesus sagte in Lukas 18,17: ''Wahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen''. Das Evangelium ist eine Kraft Gottes und gewissermaßen kommt es nicht auf die Verpackung, sondern auf den Inhalt an. Wir sollen nicht kindisch und naiv glauben, sondern ohne Scham, in einer klaren und geraden Einfachheit ohne Zweifel und Angst (Römer 1,16). Es geht um die Vergebung der Sünden - darum ist biblisch alles geschehen was geschehen ist. Wir können in seiner Gesamtheit nicht wirklich alles erfassen und begreifen, was mit der Botschaft von der Vergebung der Sünden in alle Ewigkeit hinein verbunden ist. Aber je länger wir Christen sind und darüber immer wieder nachdenken, desto klarer wird uns auch bewusst, daß wir nichts anderes brauchen als dieses ewige Evangelium der Gnade. Paulus hat das verstanden und verinnerlicht. Wir werden durch den kindlichen Glauben selig, und finden darin Gnade, Annahme, Vergebung und Frieden für unsere unruhigen Herzen - ''Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit...'' (Psalm 103, 2-4).

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