Stille -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 26. Feb 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2713

für den 26. Feb 2010 - Autor:

Stille

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete.

Mt.26,36 *©*
 

Das Jahr 2010 ist das Jahr der Stille. Es gibt Bücher und Materialien für jede Altersgruppe zu dem Thema, um es in der Gemeinschaft oder alleine zu praktizieren. Wir sehnen uns nach der Stille und haben gleichzeitig Angst davor. Spüren wir dann unsere innere Leere, wenn wir mit der Stille konfrontiert werden? Wollen wir uns dann nicht oft bewusst ablenken?

Geht man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, so ist sie eigentlich gar nicht still, sondern eher schnelllebig, hektisch und laut. Ohne Handy geht man nicht mehr aus dem Haus und der MP3-Player gehört zur Standardausrüstung, wenn man das Haus verlässt. Wer kann noch in Ruhe zuhören, wenn jemand etwas erzählt? Kreisen nicht unsre Gedanken dabei oftmals schon wieder bei unseren Anliegen und Terminen? Wer nimmt sich bewusst Zeit, um einen Spaziergang durch den Wald zu machen, um die Natur in Ruhe zu hören und wahrzunehmen? Wer nimmt sich die Zeit und die Ruhe und besucht die älteren Leute aus der Gemeinde, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen können. Es stellt sich auch die Frage, ob Beziehungen, die durch Hektik bestimmt sind, auf die Dauer existieren können. Das kann die Beziehung zu einem Menschen, aber auch die Zweisamkeit zwischen Gott und den einzelnen Menschen betreffen.
Wer kann die Stille überhaupt noch ertragen. Muss nicht eine gewisse Geräuschkulisse vorhanden sein, damit man sich wohl fühlt? In der Schule bemerke ich oft, wenn ich eine CD als Medium einsetze, um eine biblische Geschichte mit den Kindern zu hören, dass sie gar nicht auf den Text und den Inhalt achten. Inhaltliche Fragen können nicht beantwortet werden. Fragen zu dem Gehörten können nur beantwortet werden, wenn man ihnen die Fragen im Vorfeld gegeben hat.

Am Meer kann man zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten auch die Stille genießen. Es ist einfach schön, die Wellen zu beobachten, wie jede Welle anders an das Land angespült wird. Man fragt sich: Wie weit mag die Welle kommen, die langsam oder schnell sich dem Ufersaum nähert? Oder nimmt die zurückrollende Welle der ankommenden Welle die Kraft? Bei Wind gibt es hohe Wellen und sie prallen mit einer gewissen Lautstärke auf das Wasser. Sie bergen auch eine Gefahr in sich. Ist kein Wind, so plätschert das Wasser ganz seicht an den Saum.

Es ist wie im Leben. Jeder Tag ist anders. Mal laut, mal leise. Mal stürmisch, mal schönster Sonnenschein mit Ruhe. Mal plätschert der Tag oder die Zeit so dahin. Gott schenkt uns jeden Tag neu und wir dürfen ihn aus seiner Hand nehmen. Wir sind seine Kinder und er ist unser Vater, der uns liebt. Er lässt uns nicht fallen und wir können nicht tiefer fallen, als seine Hand. So hieß es in der Jahreslosung aus dem Jahre 2006: Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Jos.1,5

Zeiten der Stille sind in unserem hektischen und termingefülltem Alltag notwendig, um zu verschnaufen, um Kraft zu tanken. Nicht umsonst hat uns Gott den Sonntag als Ruhetag geschenkt. Wir müssen nicht nach der Stille besser funktionieren, wie viele meinen. Sie soll uns gut tun, doch in der Stille angekommen, kommen Dinge hoch, die ich eigentlich nicht bedenken möchte. Es tritt eine innere Unzufriedenheit auf. Wir können, sollen und dürfen in der Stille ab- oder loslassen von unserem inneren Chaos. Es lohnt sich, Zeit mit Gott zu verbingen. Was bleibt, ist Jesus allein. Die Stille hat immer Zeit und hat keine Termine. Denkt doch einfach mal über folgende Fragen in der Stille nach: Was bewegt mich gerade? Wie gehe ich mit meinem Leben um? Was habe ich versäumt und was falsch gemacht? Was denkt Gott über mich und mein Leben?
Wo hat Gott zu mir gesprochen und habe ich es noch nicht erkannt? Wie intensiv ist meine Beziehung zu Gott?

Ich wünsche dir, dass du Zeiten der Stille findest, um Kraft für den neuen Tag oder die neuen Aufgaben zu finden.

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