Allmächtiger Gott! -|- Andacht von Roland Schaufler (Daily-Message-Archiv, 15. Feb 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2702

für den 15. Feb 2010 - Autor:

Allmächtiger Gott!

''Und ich hörte den Altar sagen: Ja, Herr, allmächtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht''.

Offenbarung 16,7 *©*
 

Kaum ein Christ zweifelt an der Allmacht Gottes. Doch, rein für sich genommen, ist der Begriff Schall und Rauch. Er ist sozusagen – nichts. Denn er sagt im Grunde eben auch nichts über Gottes Wesen aus. Der Fehler hierbei ist: Der Begriff steht nämlich zunächst einmal (eigentlich) nur alleine für sich selbst, scheinbar ganz wertneutral, und als Teil unseres menschlichen Wortschatzes und Denkens. Damit ist gemeint: Er hat allgemeine Bedeutung, und er kann auch allgemein angewendet werden. Danach, nachdem er definiert wurde, wird er Gott zugeteilt, auf Gott übertragen.

Gott ''hat'' jedoch keine Eigenschaften im Sinne des Wortes. Noch weniger welche, die ihm ein Mensch zuweisen könnte. Gott ist nicht ''Etwas'' sondern er ''Ist''. Hätte er eine Definition seiner Selbst, könnte er nämlich gefasst, verstanden, verwaltet und vermittelt werden.

Daher ist Gottes Antwort auf Moses Frage, wer er denn sei (um es dem Volk verkünden zu können) absolut korrekt - 2. Mose 3,14: ''Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt''. Wir sehen hier: Moses will für Gott den Vermittler spielen - wie anmaßend, das ist nämlich allein die Aufgabe des Messias! Daher antwortete Gott völlig zutreffend: ''Ich bin, der ich bin...''. Gott wird nicht dadurch charakterisiert, daß er einen Charakter hat, sondern dadurch, daß er IST. Er ist pures Sein. Er hat keine Eigenschaften, die beschrieben werden könnten. Denn was beschrieben werden kann, ist vergleichbar. Und somit allenfalls Durchschnitt. Man teilt in Klassen ein, um Vergleichbarkeit zu bekommen, um dadurch zu objektivieren, um etwas in den Griff zu bekommen, und damit letztendlich zu beherrschen. Gott lässt sich nicht in Worte fassen. Nicht in den Verstand. Er ist unvergleichlich und einzigartig. Daher ist, nebenbei bemerkt, Moses Frage, wer den Gott sei, gleichermaßen vermessen, wie naiv. Vermessen, da er hier im Grunde eine völlig menschliche Herangehensweise für Gott wählt, nämlich über den Verstand. Exemplarisch weist Jesus in Johannes 3 Nikodemus genau hierfür zurecht. Daraus sollen wir lernen.

Es ist naiv, weil er meint, wenn Gott seinen Namen nennt, sei er damit derart charakterisiert, so daß das Volk dann schon wisse, von was, geschweige denn, von wem er da redet. Das wird im Neuen Testament aufgehoben: Jesus Christus ist der Name Gottes, der bekannt gemacht werden soll und muß!

Der alte Mensch ist durch die Trennung von Gott gefallen. Er ist in seine Bestandteile zerbrochen und dadurch zerstört worden. Er liegt buchstäblich in Scherben darnieder. Und diese Zersplitterung ist Teil seines gefallenen Wesens. Sie reproduziert sich überall an und in ihm, auch in dem was er tut und ''denkt''. Er kann nicht mehr ''ganzheitlich'' schaffen und denken wie Gott. Er ist nicht mehr mit seinem Denken ''eins'', so wie Gott selbst. Gott und sein Wort sind eins, und das was er sagt ist gut. Sein Tun und sein Sein (Jesus IST ja das Wort Gottes!)

Daher muß der Mensch analytisch vorgehen, um so etwas wie einen Schaffungsprozeß in Gang zu bekommen. Er muß also Probleme erst in kleinere Teilprobleme zerlegen, diese lösen, und dann zu einer Gesamtlösung zusammenfügen. Er erkennt auch dann nur bruchstückhaft – und somit eigentlich nichts. Denn ein Zerrbild eines Gegenüber ist unzureichend und falsch. Bei einem Menschen mag das noch funktionieren, da ein gebrochenes Bild von jemanden auf einen anderen ''Gebrochenen'' sogar irgendwie ''passt''. Jedoch bei Gott nicht mehr. Wir versuchen also Gott ''analytisch'' zu zerlegen, indem wir meinen, er sei allmächtig. Denn wir meinen damit ja erstens, daß er allmächtig in unserem menschlichen Sinne ist, und zweitens daß er es unter anderem ist, und übertragen damit, ohne es zu merken, unser gebrochenes, zersplittertes Dasein auf ihn – er der die Liebe in Person IST, und nichts sonst, weder groß, noch klein, weder schwach noch stark, weder ohnmächtig, noch allmächtig.

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