Kein anderes Evangelium! -|- Andacht von Jonas Erne (Daily-Message-Archiv, 21. Jan 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2677

für den 21. Jan 2010 - Autor:

Kein anderes Evangelium!

Mich wundert, daß ihr so schnell übergehet von dem, der euch durch Christi Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium, so es doch kein anderes gibt.

Galater 1, 6 *©*
 

Wir leben in einer Zeit, in der man nicht mehr weiß, was das eine Evangelium ist, von welchem Paulus hier schreibt. Wir kennen so viele verschiedene Evangelia (Mehrzahl von Evangelium), und wissen dadurch schon kaum noch, wo uns der Kopf und Kragen steht. Und doch geht es gerade hier um das Entscheidendste im christlichen Glauben: Die Frage, wie wir gerettet werden. Seit ungefähr 150 Jahren wird unser Evangelium immer mehr verfälscht und verwässert. Vor gut 150 Jahren hat ein amerikanischer Prediger gesagt, dass man Erweckung nicht vom Himmel herabbeten, sondern von der Erde zum Himmel hocharbeiten müsse. Vom Arbeiten und Selber-Tun war auch seine ganze Lehre geprägt: Geistlich toten Menschen wurde plötzlich befohlen, sich durch intellektuellen „Glauben“ selbst wiederzugebären, und man gab ihnen die Gewissheit, dass sie gerettet sind, sobald sie dem Altarruf gefolgt sind. Heute lässt man die Menschen nach vorne kommen, ein paar Worte nachsprechen und versichert ihnen dann: Jetzt bist du gerettet. Der Mensch ist plötzlich Gott: Er kann sich selbst die Wiedergeburt machen. Aber andererseits ist die Konsequenz auch die, dass er sein ganzes Leben selbst in der Hand hat und es nach Belieben wieder verwirken kann. Das erinnert uns doch an den Garten zu Beginn der Menschheit: Du wirst sein wie Gott... Und plötzlich, da der Mensch sein Leben selbst in der Hand hat, ist kein Platz mehr für Gott und der Mensch, der auf seinem Thron sitzt und sein Lebenszepter selbst in der Hand hält, fühlt sich einsam, ganz einsam, und fragt sich, wo denn der liebe Gott bleibt, wenn er in seinen Schwierigkeiten des Alltags steckt. Das ist das moderne Evangelium, moderne Evangelisation. Spannend ist doch, dass uns dieses moderne Evangelium sehr an den Galaterbrief erinnert: Um gerettet zu werden musst du tun und tun und tun... Du musst dir deinen Glauben machen, musst aufstehen, musst nach vorne kommen, musst ein Gebet nachsprechen... Das ist Werksgerechtigkeit unter modernem Deckmantel. Und plötzlich steht der Mensch nur noch sich selbst gegenüber. Gnadenlos sich selbst ausgeliefert.

Da fehlt der gnädige Gott, der einen Menschen wirksam berufen kann durch einen Prediger seines Wortes. Da fehlt auch, dass der Glaube aus der Predigt des reinen, unverfälschten Wortes Gottes kommt. Wenn man das Wort Gottes nicht mehr in seiner Klarheit predigen darf, muss man natürlich auch den Glauben anders herstellen. Oder eben: anders definieren. Wahren Glauben kann nur Gott schaffen und schenken. Doch dem modernen Evangelium gemäß kann jeder Mensch, der alt und klug genug ist, seinen Glauben erzeugen, indem er einfach das für wahr hält, was die Bibel sagt. Doch die Dämonen „glauben“ auch und zittern vor ihrem Schicksal! Das moderne Evangelium der Selbsterlösung ist, wie Paulus zu Recht festhält, überhaupt kein Evangelium. Es ist eine menschliche Botschaft, von Menschen erschaffen, um den Menschen zu „erreichen“ ohne ihn vor die Tatsache stellen zu müssen, wie Gott von ihm denkt. Dass Gott die Sünde absolut hasst und wie dieser Hass den Zorn hervorruft, der sich in der schrecklichen Art und Weise zeigt, wie Jesus Christus zu Tode gequält wurde. Dass es als Folge notwendig ist, jede Sünde zu fliehen. Was alles Sünde ist. Wir haben heute auch in der sogenannt bibeltreuen Szene Gemeinden, die mit Unbekehrten angefüllt sind, weil das moderne „Evangelium“ gelehrt wird. Solange man nicht jede Sünde auch Sünde nennt, davor warnt und unter Umständen Konsequenzen zieht, die für die Reinheit der Gemeinde notwendig sind, wird man immer die Gemeinde zur Welt machen. Pornographie, Selbstbefriedigung, Eifersucht, Stolz, Habgier, Vorenthalten des Zehnten, Aufgeblähtheit sind genau so schlimme Sünden wie Mord, Diebstahl, Meineid und Lüge.

Lasst uns nun kurz die Grundlinien des einen und einzig wahren, biblischen Evangeliums betrachten: Kein Mensch ist von sich aus fähig zu glauben, jeder Mensch ist geistlich vollkommen tot, blind und taub, bis er von Gott, von oben herab, wiedergeboren wird. Erst die Wiedergeburt macht es ihm möglich, die Wahrheit über Gott, sich selbst und die Welt zu erkennen. Er erkennt nun, dass er vor Gott absolut schuldig ist und den ewigen Höllentod verdient hat. Gott hat noch bevor er die Welt geschaffen hat, gewusst und bestimmt, wer von den Menschen wiedergeboren wird. Diese alle sind im Buch des Lebens eingetragen. Gottes Gnade ist absolut ohne jede Bedingung, die der Mensch erfüllen müsste. Er darf in seiner Dankbarkeit erfahren, dass Gott alles perfekt vorbereitet hat zu seiner Rettung: Dass Gott in Christus seine Schuld schon stellvertretend getragen hat und er das nun annehmen und sich aneignen darf. Wer das wirklich mit den Augen des Glaubens sieht, wird es unter keinen Umständen ablehnen können, denn es ist besser als alles andere, was er sonst hätte haben können. Gott sorgt dafür, dass er in der Heiligung immer mehr voranschreiten darf und für immer gerettet und gerechtgemacht ist. Die Sünde hat keine Herrschaft mehr über den Menschen. Das heißt nicht, dass er zwingend ein perfektes Leben lebt, aber er kann in jedem Fall den Sieg über die einzelne Sünde erringen, denn der Geist Gottes führt ihn in diesen Sieg.

Der Herr der Herrlichkeit sei mit euch allen und möge euch immer tiefer in die Erkenntnis der Gnade hineinführen!

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