Die Zustimmung des Menschen -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. Oct 2009)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2580

für den 16. Oct 2009 - Autor:

Die Zustimmung des Menschen

''Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose (2.Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen''.

Römer 9, 14-16 *©*
 

Ist das Heil und die Gnade Gottes nur durch unsere Zustimmung gültig? Wäre das so, müssten wir dann nicht auch daran festhalten, daß ich mich selbst zum Glauben erwählen kann? Manche meinen, es wäre ja ungerecht, Menschen zum Glauben zu erwählen, weil ja dann diejenigen, die nicht erwählt wären, zwanghaft verloren gehen müssten obwohl sie das garnicht wollten? Ist das so? Ich finde daß wir Gott niedere Motive unterstellen, wenn wir so argumentieren und fragen. Woher nehmen wir uns auch das Recht dazu (Römer 9,20)? Ich bin mir ganz sicher, daß jeder, der sich danach ausstreckt seine Sünden vergeben zu bekommen, das von Gott auch absolut bewilligt bekommt. Der bekannte englische Prediger Charles H. Spurgeon (1834-1892) sagte: ''Es stimmt zwar, dass es eine festgesetzte Zahl von Erretteten gibt, aber es stimmt auch, dass alle die suchen, zu dieser Zahl gehören''. Weiterhin glaube ich, daß niemand zwanghaft erlöst oder zwanghaft verloren geht. Die Bibel stellt fest, daß wir Menschen ungerecht, sündig, unverständig und verdorben sind, und auch nicht nach Gott fragen (Römer 3, 10-12). Von daher erübrigt sich die Frage, ob ich dazu tauglich bin Gott zu suchen und zu finden. Wären wir uns selbst überlassen, würden wir Gott nie suchen. Ist Jesus Christus für alle Menschen gestorben und auferstanden? Wäre es so, dann müsste man sich doch sehr wundern, daß nicht alle Menschen gerrettet werden können? Da keiner nach Gott sucht (Psalm 14,2) müsste jemand, der es aus eigenem Antrieb und freier Willensbildung dennoch tut, nicht ganz so verdorben sein, wenn er sich sowohl dafür als auch dagegen entscheiden könnte. Die Bibel sagt aber, daß wir es nicht können. Wenn nun jemand zum Glauben an das Evangelium kommt, dann wurde er erwählt. Nicht nach eigenem Können und Wollen, sondern durch die Gnade im Heiligen Geist (Johannes 15,16). Ich bin erwählt, wenn ich über Gott nachdenke und ein Verlangen nach dem Heil in Jesus Christus verspüre und erkenne. Gott wünscht sich das bei jedem Menschen (1. Timotheus 2, 3-4). Aber es gibt einen Unterschied zwischen Berufenen und Auserwählten (Matthäus 22,14). Wer weiß, was Jesus Christus für ihn persönlich wert ist und was er einem geworden ist (Erlöser, Sündenvergeber, ewiger Heiland) der weiß auch um seine Erwählung und hält immer daran fest. Jeder Andere tut es nicht.

In Römer 11,6 schreibt Paulus: ''Ist's aber aus Gnade, so ist's nicht aus Verdienst der Werke; sonst wäre Gnade nicht Gnade''. Und meine persönliche Zustimmung (als Voraussetzung damit Gnade wirksam würde) wäre so ein ''Verdienst aus Werken'', nämlich das Werk meiner Zustimmung! Mein Wille ist aber ebenso sündig, blind, verdorben, unheilig, unwillig und ablehend gegenüber allem Göttlichen und aller Wahrheit, wie mein ganzer, restlicher Mensch. Erkennen wir, wie tief der Begriff ''Gnade'' geht? Und ebenso wie gewaltig die ''Sünde'' herrscht? Was wäre das (als Christ) auch für eine merkwürdige Einstellung, wenn man meinen könnte, zwar ein Sünder zu sein, der der Gnade bedürftig ist, aber sich doch noch in der Verfassung sieht, sich dem Evangelium zuzuwenden, weil es sich ja nützlich und brauchbar anhört? Niemand kann dem Evangelium zustimmen und es annehmen, wenn Gott ihn nicht zieht (Johannes 6,44). Wer seinen verlorenen Zustand und seine natürliche Unfähigkeit zum Glauben erkennt, und sich somit zum Kreuz ziehen lässt, der ist erwählt. Gott klopft bei jedem an und wer die Tür nicht öffnet, der ist auch nicht erwählt (Lukas 11,9). Unser Herz gehört uns und wir haben zwar keinen ''freien'' aber einen ''eigenen'' Willen. Wir Menschen wollen nicht zu Christus und können es auch nicht aufgrund unserer Sündhaftigkeit in allem. Nur der Heilige Geist führt uns zur Wahrheit des Evangeliums und überführt uns, damit wir erkennen, wie bitter nötig wir die Vergebung unserer Sünden brauchen - Gottes Gnade ist dann unwiderstehlich. Für wen es das nicht ist, der verhärtet sich eigenwillig selbst. Gott weiß das im voraus. In einem Kommentar las ich: ''Gottes Souveränität zeigt sich nie darin, Menschen zu verurteilen, die erlöst werden sollten, sondern resultiert immer in der Erlösung von Menschen, die eigentlich hätten verloren gehen sollen''. Wenn etwas tot ist, dann gehört es zu Gottes Souveränität es zum Leben zu erwecken, oder auch nicht (Epheser 2,1; Römer 9, 20-21). Ebenso wie Gottes Wort den anspricht, den es anspricht nach Gottes freiem Willen und seiner Gerechtigkeit (Jesaja 55,11).

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