Und täglich grüßt das Murmeltier -|- Kurzandacht (Daily-Message Archiv, 15. Oct 2009) - von Rainer Gigerich

Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Archiv - Andacht Nr. 2579

für den 15 Oct 2009

Und täglich grüßt das Murmeltier

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist!

Ps 32,1-2 *©*
 

Vor ein paar Tagen hatte ich etwas zu Psalm 1 geschrieben. Heute habe ich mir wieder einen der Psalmen ausgesucht. Sie sind ein unerschöpflicher Reichtum an guten Gedanken.

In diesem sogenannten zweiten Bußpsalm geht es auch wieder einmal um die Sünde. Im Vers 5 lesen wir da: "Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde."

Auch als wiedergeborene Christen sündigen wir heute noch. Der alte Adam in uns, den wir in der Taufe ersäuft haben, kommt immer wieder in uns hoch. Wir leben halt immer noch in der Welt und sind umgeben von weltlichen Dingen. So schaffen wir es nie, ganz sündfrei zu bleiben. So sehr wir uns auch bemühen, immer wieder kommt unser altes Ich durch und verleitet uns zu Dingen, die Gott eigentlich nicht mehr bei uns sehen möchte.

Schon David, der diesen Psalm schrieb wußte aber, dass Gott uns unsere Schuld vergibt, wenn wir sie ihm aufrichtig bekennen. Dies ist der erste Schritt, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Zuerst müssen wir selber erkennen, dass unser Handeln nicht nach dem Willen Gottes war. Wenn wir dies bereuen und ihm bekennen, dann gilt auch für uns die Gnade, die Jesus am Kreuz von Golgatha für uns erworben hat.

Doch unser Gott ist kein Erbsenzähler. Es geht nicht darum, ins kleinste alle Schuld penibel hervor zu kramen und vor Gott zu bringen. Oft merken wir erst viel später, dass etwas nicht nach Gottes Willen war. Wichtiger dagegen ist die Erkenntnis, dass wir immer wieder sündigen. Diese Erkenntnis, mit einem bußfertigen Herzen ist viel wichtiger, als die einzelne Vergehung. Wenn wir uns vor Gott als sündiger Mensch stellen, wird er unsere Sünden bedecken. Der Graben, der uns ansonsten von Gott trennt ist durch das Kreuz überbrückt.

Wenn wir uns in Erkenntnis unserer Schuld auf das Kreuz berufen, wird uns der Herr unsere Schuld nicht mehr zurechnen. Dies wußte auch schon David, der doch schon so lange vor Jesus lebte. Unser Gott ist halt unwandelbar. Auch die Schuld, die David auf sich lud, ist vom Kreuz getilgt - genauso, wie alles, was wir in unserem Leben noch an Sünde begehen werden. Ist das nicht genial?

Hast du Gott heute schon um Vergebung gebeten?

Ich wünsche dir noch einen gesegneten Tag.

Rainer Gigerich


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