Fleisch, Geist, Werke -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Oct 2009)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2577

für den 13. Oct 2009 - Autor:

Fleisch, Geist, Werke

''Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat''.

Jakobus 1, 23-25 *©*
 

Als ich noch recht jung im Glauben war, hatte ich einige Verständnisprobleme was das praktische Leben als Christ betraf. Ich besuchte die Gottesdienste in der Gemeinde und die Bibelstunde, machte beim Büchertisch in der Stadt mit, und war auch sonst froh über jede Gelegenheit, mit den Glaubensgeschwistern zusammen zu sein. Ich dachte garnicht groß darüber nach, warum ich das alles tat? Es war ein innerer Antrieb und eine beständige Freude. Irgendwann einmal las in der Bibel diesen Satz in Johannes 6,63: ''Der Geist ist's, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben''. Das irritierte mich. Was ich mich fragte war: Wenn mein Fleisch zu nichts nützlich ist, bin ich dann als Christ zur Passivität genötigt? Meinem Fleisch gefiel diese Aussicht natürlicherweise sehr gut, aber mich machte das nicht froh. Bald stellte ich fest, daß da zwei ''Interessenverbände'' in mir drin wohnten und die waren nicht unbedingt einer Meinung - ganz im Gegenteil - ''Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt'' (Galater 5, 16-17). Mit der Zeit verstand ich zumindest vom Kopf her, daß meine Taten also durchaus gewollt und gefordert sind. Aber eben nicht um mir etwas zu verdienen und auch nicht, um mit meinem Fleisch Gott oder dem Heiligen Geist dienstbar zu sein. Der Geist und das Fleisch haben nicht dieselben Ziele. Das Fleisch ist, wenn es um Nachfolge und Glaubensleben geht, nicht mein Freund (Galater 4,4,). In einen Spiegel zu schauen hat den Grund, mit dem was man sieht zu arbeiten. Einen Nutzen daraus zu ziehen (waschen, kämmen, rasieren etc.). Wenn wir ''verorgelt'' in den Spiegel schauen und die nötigen Dinge ignorieren, und trotz aller Notwendigkeiten, in einer untätigen Selbstgefälligkeit versinken, sind wir (als Bild für unser Leben als Christ) keine Täter des Wortes, sondern Ignoranten, die nichts dazulernen. Wir sind dann hochmütig und lassen jede Kritik und Aufforderung, etwas zu ändern, selbstherrlich an uns abprallen.

Wenn es anders ist, dann wird es praktisch und die Gebote in der Bibel sind dann auch keine Last, sondern ein ''vollkommenes Gesetz der Freiheit'' wie William McDonald schreibt. Ziehen wir aus der Bibel einen Nutzen? Meine Taten sollen meine neue, geistliche Lebensader mit Blut füllen und so zum fließen (laufen, handeln und dienen) bringen. Glaube, so wurde mir klar, ist ohne Werke tot in sich selbst (Jakobus 2,17). Es gibt also die Werke des Fleisches und auch Werke des Geistes. Als irdischer Mensch mit geistlichem Inhalt, sollte und darf ich nun, durch Festhalten am Wort, den guten Kampf des Glaubens führen (1. Timotheus 6,12). Wer ein Christ ist, wird bestätigen, daß es tatsächlich ein Kampf ist den wir führen - jeden Tag. Gottes Gnade hat mich bereits erlöst und geheiligt und vor Gott, durch Jesus Christus, für treu und gerecht erklärt. In Römer 8,32 stellt Paulus fest und fragt: ''Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken''? Nun müssen wir aber aufpassen, daß wir nicht wieder zu Ignoranten werden (das ist der Kampf) und den ''Wettlauf des Lebens'' (1. Korinther 9,24) vom Sofa aus nur bei anderen beobachten, anstatt selbst sich zu bewegen. Wir haben die Sicherheit und Zusage durch Gott, daß wir ans Ziel kommen (Johannes 10, 27-28: ''Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen''). Aber das ist kein Freibrief zur Trägheit und Gleichgültigkeit - im Gegenteil. Wir sollen in der ''Kampfbahn'' des Lebens so laufen, als ob es tatsächlich noch darum geht als Erster durchs Ziel zu kommen. Das können wir durch gute Werke, Treue im Dienst, Aufmerksamkeit etc. Wir sollen einen Nutzen daraus ziehen, daß wir Christen sind. Gott segne euch dabei.

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