Gnadenlust statt Gnadenfrust -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 30. Sep 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2564

für den 30. Sep 2009 - Autor:

Gnadenlust statt Gnadenfrust

''Nachdem ich bekehrt war, tat ich Buße, und als ich zur Einsicht kam, schlug ich an meine Brust. Ich bin zuschanden geworden und stehe schamrot da; denn ich muss büßen die Schande meiner Jugend.« Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR''

Jeremia 31, 19-20 *©*
 

Gottes Erbarmen ist groß und seine Güte so weit, wie der Himmel reicht! Woran könnte man das besser erkennen, als wenn ein Kind Gottes (egal ob es das schon weiß oder nicht) den rechten Weg verlässt, sündigt, sich abwendet und meint, sich von allen ''Zwängen'' und Verpflichtungen frei machen zu müssen? Denken wir an die auf uns angewendete Geschichte um den ''verlorenen Sohn'' (Lukas 15, 11-32). Dieser wollte im Grunde nicht wieder zurück ins Vaterhaus. Denn er war zuerst froh nun ''frei'' und reich zu sein (solange das Geld da war). Er hat sich, als es anders kam als er dachte, später im Schweinestall, verzagt, ängstlich und hungrig an die Güte des Vaters erinnert. Er war verzweifelt, und dachte daran, wie gut es ihm im Vaterhaus doch ging, und wie gut es selbst die Tagelöhner hatten. Er ist umgekehrt, nicht weil er sich auf seinen lieblosen und neidischen Bruder freute, oder weil er sich gerne demütigen wollte aufgrund seines großen Versagens. Er wollte einfach nur zitternd auf die Gnade des Vaters hoffen und die niedrigste Arbeit machen, wenn er nur wieder nach Hause durfte. Der Vater ist ihm freudestrahlend und überglücklich entgegengelaufen, hat ihn (schmutzig wie er war) umarmt, ein großes Fest ausgerichtet, ihm Schuhe angezogen, neue Kleider, und hat ihm einen goldenen Ring an den Finger gesteckt. Bei uns ist es ebenso - Gott lässt uns manchmal blind losziehen, aber es kommt der Tag, an dem wir umkehren, weil uns die Liebe, Geduld und Gnade Gottes innerlich so sehr ergreift, daß uns alles egal wird, wenn wir nur wieder beim Vater sein dürfen. Der HERR leitet zur Buße (auch bei Christen - Römer 2,4)). Gott geht mit Israel als auch mit uns so um - wir glauben an einen gnädigen Gott, der manches zulässt, langmütig ist, uns ermahnt und erzieht, und auch manchmal bestraft, der sich aber um unseretwillen aus Gnade von Herzen stets erbarmt.

In Jesaja 31,2-3 steht: ''So spricht der HERR: Das Volk, das dem Schwert entronnen ist, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe. Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte''. Dieses Liebesbekenntnis Gottes müsste uns eigentlich täglich beschämen, denn wie die Schrift sagt, ''verfehlen wir uns oft'' (Jakobus 3,2) und wenn uns Gott nicht sozusagen ''adoptiert'' hätte, wären wir alleine mit unseren Sünden und wären uns ewig alleine überlassen. Dann wäre der ''verlorene Sohn'' tatsächlich für immer verloren gewesen. Man hätte ihn einfach liegen gelassen, und er wäre vereinsamt und todtraurig im Schweinestall verhungert. Und wie ist das, wenn ein Bruder oder eine Schwester an uns Unrecht tun? In Lukas 17,4 lesen wir eine Antwort: ''Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben''. Wir könnten so manchem Mitchristen wohl kaum wirklich vergeben, wenn wir nicht wüssten, daß uns Gott weit mehr vergeben hat, als wir nun vergeben sollen. Denken wir auch an das Gleichnis vom Schalksknecht (Matthäus 18, 21-35) wo der König dem Schuldner alles erlässt, und der anschließend nichts Besseres zu tun hatte, als seine ausstehenden Schulden hartherzig einzutreiben, und nicht Gnade vor Recht ergehen lassen wollte. So sollen wir es nicht tun. Wenn Gott an dich denkt, sind es Gedanken des Friedens (Jeremia 29,11: ''Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet''). Diese Gedanken dürfen wir auch anderen gegenüber haben, gerade auch dann, wenn sie an uns schuldig geworden sind.

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