Bereitwilligkeit -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Aug 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2525

für den 22. Aug 2009 - Autor:

Bereitwilligkeit

''Die Brüder aber schickten noch in derselben Nacht Paulus und Silas nach Beröa. Als sie dahin kamen, gingen sie in die Synagoge der Juden. Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich's so verhielte. So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige von den vornehmen griechischen Frauen und Männern''.

Apostelgeschichte 17, 10-12 *©*
 

Wer seinen Glauben festmachen will, der muss auch eifrig sein, wenn es darum geht die Bibel zu studieren und sich mit dem Inhalt des Wortes Gottes ernsthaft (glaubend) auseinander zu setzen. Es war sicherlich von den Gläubigen aus Beröa, dem Paulus gegenüber, kein Mißtrauen oder eine Beleidigung, anhand der Schrift zu prüfen, was sie von ihm gehört hatten. So sollten wir ebenso handeln, und in der Lage sein, die Dinge die wir hören und lesen zu prüfen. Johannes Calvin schreibt in seinem Kommentar: ''Die Schrift ist ja der Prüfstein, an welchem alle Lehren zu erproben sind. Sollte jemand einwenden, dass solche Prüfung nicht über den Zweifel hinausführe, weil die Schrift oft dunkel sei und sich nach mancherlei Sinn drehen lasse, so sage ich, dass man zugleich das Urteil des Geistes anwenden muss, der mit gutem Grund ein Geist der Unterscheidung heißt. Unter Anleitung und Führung dieses Geistes sollen aber die Gläubigen ihr Urteil über jegliche Lehre allein nach der Schrift bilden''. Ein Christ sollte sich nicht auf die Kirche oder Gemeinde, noch seine Beziehungen verlassen, wenn es um den Inhalt des Glaubens geht. Jeder gläubige Mensch ist selbst in der Lage, mittels des Heiligen Geistes und der Bereitwilligkeit es genau zu wissen, in die Tiefe zu gehen, sowie Sinn und Zweck eines Bibeltextes richtig zu verstehen. In Hebräer 5, 12-14 lesen wir eindringliche Worte: ''Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise. Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind. Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können''. Wer etwas klar unterscheiden kann, ist weise und zeigt, daß er verstanden hat, worum es geht. Wer geübt und erfahren ist im Wort, weiß auch mit welchen Schlichen der Satan auftritt.

Es gibt also einen klaren Zusammenhang zwischen Glaubensfestigkeit und Unterscheidungsvermögen einerseits und angeeignetem Bibelwissen sowie gewonnener Erfahrung und Erkenntnis anderserseits. Gott allein ist zwar immer der Gebende, aber wir werden dennoch aufgefordert, unseren Beitrag zu leisten um zu wachsen und zu lernen. Nochmals Calvin: ''Man würde aber vergeblich in der Schrift forschen, wenn sie nicht ein zu unserer Belehrung hinreichendes Licht besäße. Es muss also der Grundsatz feststehen, dass keine Lehre glaubwürdig ist, bei der wir uns nicht überzeugt haben, dass sie sich auf die Schrift gründet''. Gerade in der heutigen Zeit, wo aus jeder Ecke scheinbar eine neue Offenbarung kommt und Gott angeblich vollmächtig am Wirken ist, müssen wir uns allein auf die Schrift berufen. Und wenn manche Lehren und Aussagen nicht eindeutig bibelkonform sind, dann müssen wir sie auch strikt ablehnen. Wer keine oder wenig Ahnung hat von der Bibel, ist entsprechend auch anfällig für so manche skurilen Neuoffenbarungen oder merkwürdigen Auslegungen. Der Teufel weiß, daß er bibelfeste Christen nur schwerlich verführen kann, und wissen sollten wir ebenfalls, daß der Feind Gottes die Bibel auch kennt (Matthäus 4,6)! Wir sollten die Bibel bereitwillig und gerne lesen und keine Angst vor dem Nichtverstehen haben. Gottes Geist und unser Eifer lassen immer etwas Positives entstehen und Dinge begreifbar machen, die anfangs noch verschwommen waren. Es soll zwar nicht jeder ein Lehrer sein (Jakobus 3,1), aber zu wissen, daß man es könnte, hilft einem sehr, Gott in seinem Wort mehr und mehr zu verstehen, den wahren Glauben zu verteidigen, und nicht zuletzt Jesus Christus zu lieben.

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