Die Anleitung für das Herz -|- Andacht von Lukas Gmür (Daily-Message-Archiv, 26. Jun 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2468

für den 26. Jun 2009 - Autor:

Die Anleitung für das Herz

''Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört''.

2. Mose 20,17 *©*
 

Dieses Gebot verdeutlicht nochmals in aller Schärfe, dass der Bruch dieses Gebotes schon im Herzen beginnt. Und noch was: Habe ich im Herzen die Ehe gebrochen, habe ich zugleich Gebot 10 gebrochen. Habe ich gestohlen, habe ich zugleich Gebot 10 übertreten. Habe ich falsch über meinen Nächsten geredet, dann praktisch immer, weil ich Gebot 10 übertreten habe (aus Neid, Missgunst oder Eifersucht). Der Bruch dieses Gebotes treibt die seltsamsten Blüten. Es fragt sich auch, warum ich gerade das will, was mein Nächster hat. Und wie sehr doch der Neid die zwischenmenschlichen Beziehungen stören kann! Doch fängt es schon beim Kleinen an: Die mega-tolle CD, die mein Nächster hat, kann ich mir auch leisten, also kaufe ich sie mir auch gleich. Dies ist nicht partout schlecht, aber wenn ich nur noch von solchen Dingen getrieben werde, werde ich nicht mehr von Gott und seiner Natur/seinem Geist getrieben, sondern von einer ganzen Menge von Götzen, allem voran dem eigenen Ich, womit wir schon wieder bei Gebot 1 angelangt sind. Langsam aber sicher wird klar, was es heisst, dass, wenn jemand auch nur das kleinste Gebot gebrochen hat, gleich alle Gebote gebrochen hat. Ein Beispiel: Ich halte eine Taschenuhr an der Kette und nehme ein Glied der Kette weg. Was passiert dann? Die Uhr fällt runter, die Kette ist futsch. Doch ist Jesus nicht nur der, der sagt, das alle Gebote gebrochen worden seien, wenn auch nur eines davon gebrochen wurde, - der die Gebote verschärft und zusammenfasst, sondern auch der, der sie erfüllt hat, wie dies folgende Geschichte zeigt:

In Amerika soll einmal eine Frau einen Unfall mit ihrem Auto gebaut haben, worauf sie vor Gericht kam. Der Richter verkündete, auf seinem Podest stehend: „100 Dollar Strafgeld!“ Dann zog er seine Richterrobe aus, stieg vom Podest runter, langte in seine Brieftasche und zückte 100 Dollar, und legte sie hin. Warum? Weil der Richter der Vater der Verurteilten war. Er verkündete zwar die gesetzlich festgesetzte Konsequenz, aber er erfüllte sie selbst, - er nahm sie selber auf sich! Jesus bezahlte für unsere Schuld mit dem Zahlungsmittel, mit dem wir eigentlich hätten zahlen müssen, aber dann für immer mit leeren Taschen und somit ohne das, was Gott als Leben bezeichnet da gestanden wären und somit auf immer und ewig verdammt und von Gott abgeschnitten geworden wären. Es findet ein Austausch statt: Unsere sündige Natur und Unheiligkeit gegen Jesu Gerechtigkeit und Heiligkeit, alles inbegriffen.

Um nochmals zum ersten Beispiel zu kommen: Wenn Gott als Gesetzgeber einfach seine Augen zugedrückt hätte und unsere Sünden ignoriert hätte, wäre seine Autorität untergraben worden und man hätte ihn mit Recht als wankelmütig und willkührlich betiteln können. Die folgende Geschichte verdeutlicht dies:

Ein Kapitän musste hören, dass von der razionierten Nahrung geklaut wurde. Da er dem einen Riegel schieben wollte, weil die Lebensmittel knapp wurden, verkündete er, dass der Dieb, wenn er das nächste Mal erwischt würde, 50 Stockhiebe bekäme. Nicht lange, und wieder wurde genascht, doch meldete man ihm, dass seine Mutter die Diebin gewesen sei. Der Kapitän überlegte: Was soll ich tun? Meine Mutter würde bei der Bestrafung sterben, aber wenn ich es einfach so durchgehen lassen würde, wäre meine Autorität untergraben. Am nächsten Tag verkündete er den Vollzug. Doch noch während der ausführende Matrose ausholte, warf sich der Kapitän über seine Mutter und empfing statt ihrer den Schlag. Er gebot, weiter zu fahren und ihm die gebotenen Schläge zu geben.

Der Knecht aus Mt 18,24-35 hätte nicht nur darauf schauen sollen, dass ihm nichts schlimmes passiert war, - dass er nicht verkauft worden wäre, - dass er nicht von diesem netten König und aus diesem schönen Schloss weg musste, sondern hätte vor Dankbarkeit, Scham und Liebe zum König fast zerfliessen müssen, denn es war des Königs Geld, das der Knecht so unwiederbringlich verprasst hat, - und es war extrem viel Geld, - der Königslohn von unzähligen Jahren, - den der König einfach so dem Knecht verschenkt hat, - und es war der König gewesen, der solches Mitleid mit seinem Knecht hatte. Das Geschenk Jesu ist nicht von ihm selbst zu trennen!

Gott möge dich zu seinem liebenden Vaterherzen ziehen!

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