Die Brille -|- Andacht von Lukas Gmür (Daily-Message-Archiv, 25. Jun 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2467

für den 25. Jun 2009 - Autor:

Die Brille

''Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen''.

2. Mose 20,16 *©*
 

In anderen Versionen heisst dieses Gebot ganz salopp: „Du sollst nicht lügen!“. Nun, - wer Gott ein bisschen kennt, merkt, dass es sich hier nicht nur um grundsätzlich und klar ersichtlich falsche Aussagen, die man nicht machen soll, handelt, sondern auch um übertriebene Aussagen. Ich könnte Milliarden von Beispielen anbringen, die zeigen, was für Auswirkungen das Brechen dieses Gebot hat und wie wichtig das Einhalten desselben ist, doch statt mit dem Finger auf Andere zu zeigen, (wobei dann immer gleich vier Finger auch mich zeigen), bringe ich hier lieber ein Beispiel aus meinem Leben: Im Jahre 2006 wechselte ich die Gemeinde, da man nach meinem Geschmack in der vorherigen Gemeinde einander zu oft ins Leben hinein geredet hat und so weiter. Ich liess mich denn auch dementsprechend über die Gemeindeleitung aus und suchte Bestätigung, die ich denn auch vor Allem unter anderen Exmitgliedern fand. Wie als Antwort Gottes darauf musste ich riesige Wellen von extremen und teilweise wirklich absurden Verleumdungen über mich ergehen lassen, was sich in ansatzweisem Verfolgungswahn auswirkte. Jesus kennt unsere sündige Natur und somit auch deren Hang, Sünde mit weiterer Sünde zudecken zu wollen.

Hier noch ein Beispiel aus meinem Leben: Im Jahre 2004 machte ich in Basel eine berufliche Abklärung, finanziert von der Invalidenversicherung. Eine kleine beobachtete Macke von mir wurde ohne mein Wissen der Co-Leiterin der Blindenwohnschule, in der ich während der Abklärung am Wochenende in Zürich wohnte, mitgeteilt. Nun will niemand der Übermittler der entsprechenden Information gewesen sein. Jesus kennt unsere sündige Natur, auch die von Moralaposteln, die noch einen Zaun um den schon bestehenden Zaun herum machen wollen und weitere Gesetze aufstellen, damit man auch ja nicht das in der Bibel festgehaltene Gebot übertritt. So erteilt er denn auch ein klares Schwurverbot und sagt: „Euer Ja sei ein Ja und Euer Nein sei ein Nein!“

Jesus kennt auch die Karrikaturen, die wir in unserem Herzen von unserem Gegenüber machen. Denn in der Bergpredigt (Splitter/Balke im Auge) und im Gleichnis vom unvergebungsbereiten Knecht zeigt er uns auf, dass er bei uns erstens noch viel mehr und grössere Schuld sieht als wir jemals bei unserem Nächsten sehen könnten, und zweitens uns viel mehr Schuld vergeben hat als wir jemals einem Menschen oder gar einer ganzen Gruppe vergeben könnten. Und wie sehr oft sehen wir uns im rechten licht und als schuldlos, während wir unser Gegenüber als allein oder vor Allem schuldig betrachten. Hierzu ein verdeutlichender Witz:

Beim Doktor: „Hmmmh, ich werde aus dem Befund nicht schlau. Vielleicht liegt es am Alkohol!“ Patient: „In dem Fall komme ich später, wenn Sie wieder nüchtern sind!'' Gott ist allerdings nicht nur der grosse Polizist, der nur darauf wartet, bis jemand diesen Paragraphen gebrochen hat, um ihn/sie zu bestrafen, sondern aus Liebe will er, dass wir uns selbst nicht betrügen. Denn genau das tun wir letztendlich: Wenn wir andere anlügen oder schlecht über Andere reden, betrügen wir uns selbst und vernebeln unsere Sicht auf uns selbst, auf unsere Mitmenschen und auf Gott, und das tut uns nicht gut.

Jesus hat uns seinen Körper, sein Blut und seinen Geist gegeben, also seine Gottessohnschafts-DNA, seine Natur, sein Herz, seinen Sinn, seinen Geist (der heilige Geist ist Siegel UND Lehrer). Wenn wir ihn also in unser Leben aufgenommen haben und es ihm übergeben haben, - wenn wir zu ihm umgekehrt sind und unser Leben ihm gehört, dann wollen wir Jesus mehr und mehr so sehen, wie er ist, - dann wollen wir mehr und mehr sehen, wie Jesus sieht, - dann erkennen wir mehr und mehr, welche Bedeutung Jesus und das, was er getan hat, wirklich hat, - dann erkennen wir, dass Jesus uns nicht betrügt oder anlügt, - dann handeln wir aus Dankbarkeit und Liebe zu ihm, dann glauben wir nicht nur an Jesus, sondern auch an das, was er für uns getan hat, - dann verstehen und vergeben wir unseren Mitmenschen gerne, weniger aus dem Verständnis, das darauf gegründet ist, wie ach so viel schlimmes unsere Mitmenschen erlebt haben, als vielmehr darauf, dass wir erkennen, dass uns die selben Fehler auch passieren können, - dass wir erkennen, wie schwach wir selber sind. Ja, wir müssen uns nicht mehr selbst betrügen, - nicht mehr unehrlich mit Anderen umgehen, weil wir nicht nur wissen, dass wir das gefälligst zu unterlassen haben, sondern auch, dass Gottes Charakter nicht so ist, dass Gott mit uns nicht so umgeht, und wie unsere neue Natur, unsere neue Schöpfung, unser neuer Mensch diesbezüglich beschaffen ist.

Gott segne euch gewaltig!

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