Von Herzen ermahnen -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 29. Dec 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2289

für den 29. Dec 2008 - Autor:

Von Herzen ermahnen

''Denn unsre Ermahnung kam nicht aus betrügerischem oder unlauterem Sinn noch geschah sie mit List, sondern weil Gott uns für wert geachtet hat, uns das Evangelium anzuvertrauen, darum reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.''

1. Thessalonicher 2, 3-4 *©*
 

Kritiksucht ist das Gegenteil von erbaulichem Ermahnen. Ein Mann wie Paulus ermahnte viel und ging auf den ersten Blick nicht immer zimperlich mit anderen Christen um. Aber seine Motive und seine Einstellung waren ehrwürdig, zielgerichtet, wahrhaftig und allein auf Jesus Christus ausgerichtet. Er war ein hochsensibler Mensch und wurde durch seine Erlebnisse und den heiligen Geist ein reifer Mann, der genau wusste was er wann und wie zu sagen hat. In Kolosser 3, 16-17 lesen wir: ''Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn''. Der Grund dafür daß wir ermahnt werden müssen, ist eigentlich ganz einfach und nachvollziehbar. In Sprüche 19,27 lesen wir: ''Lässt du ab, mein Sohn, auf Ermahnung zu hören, so irrst du ab von vernünftiger Lehre''. Wer sich also nicht ermahnen lässt, wird über kurz oder lang unvernünftig (auch im Glauben) und wird in seinem Leben mehr Fehler machen, als er (und manchmal auch andere) verkraften kann. Wir haben vielleicht oft nicht so das Problem uns ermahnen zu lassen, nur ist für uns meist die Frage entscheidend, wer uns denn ermahnt? Da spielen dann persönliche Empfindlicheiten, Stolz und Eitelkeiten eine Rolle. Wir achten dann nicht so sehr auf das, was gesagt wurde, sondern auf die Person die dahinter steht. Paulus hatte mit diesem Problem auch zu kämpfen da viele der Christen noch gut in Erinnerung hatten, daß er die Gemeinde Christi über alle Maßen verfolgte und zerstören wollte (Galater 1, 13-14). Aber was er sagte, glaubte und auch vorlebte, überzeugte schließlich die Gemeinde. Wir müssen auch lernen, die Menschen nicht nach ihrer Vergangenheit zu beurteilen. Dadurch können wir viel Unrecht tun und so manches, was Gott durch jenen Christen sagen will, ignorieren und überhören. Darüber hinaus sind wir dann auch blind über uns selbst (Matthäus 7,3). Was ist der Unterschied zwischen Kritik und Ermahnung? Es ist meine Herzenshaltung die mich entweder in die eine oder andere Rchtung zieht. Wir sollten unsere Mitchristen nicht in unser eigenes Denk- und Glaubensschema hinneinpressen wollen. In diesem Zusammenhang sollten wir auch unsere Zunge im Zaum halten können. Sie ist ein kleines Glied mit großem Einfluss und entsprechender Verantwortung (Jakobus 3, 1-6).

Mit unserer eigenen Weisheit ist es schnell vorbei und auch Paulus berief sich in dem was er predigte nicht auf seinen sicherlich hohen Intellekt, sondern auf die Offenbarungen von Jesus Christus (Philipper 3,7-8: ''Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne...''). Wenn wir Jesus ähnlicher werden wollen, müssen wir lernen von uns selbst wegzusehen und unsere Gefühle, Gedanken und Vorstellungen nicht zum Maß für Beurteilungen und Ermahnungen zu nehmen. Was zählt ist die Wahrheit die uns der Geist Gottes offenbart. Und das geschieht auch durch Ermahungen auf der Grundlage der Bibel. Kein Christ ist so gering, daß er nicht auch in der Lage ist andere (die über ihm stehen) zu ermahnen. Nicht selten sind es auch gerade diejenigen Christen, die man oft übersieht, die wirklich etwas zu sagen haben. Gott ist nicht vor allem bei denen, die sich selbst für stark und geistlich kompetent halten. Martin Luther hat eimal gesagt: ''Niemand lasse den Glauben daran fahren, dass Gott durch ihn eine große Tat tun will''! Wir alle haben es nötig ermahnt zu werden - wer dies aus echter Anteilnahme tut und weil er Jesus liebt und helfen will, der macht es gut. Wer andere nur manipulieren will, ist egoistisch und verletzt, wo er verbinden sollte. Wer sein persönliches Befinden und Verstehen über alles andere setzt, ist für Ermahnungen nicht offen. Der ist sein eigener Lehrer und letztlich nicht stark sondern das Gegenteil. Wer die Fehler anderer Menschen und Christen nicht auch ertragen kann, ist definitiv schwach. Paulus schreibt den Römern: ''Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen'' (Römer 14,1). Wer also oft und gerne streitet und kritisiert, kann nicht stark sein. Das bedeutet nun sicherlich nicht, daß man überhaupt nichts mehr sagen soll, aber es bedeutet, daß man den Unterschied kennt zwischen Kritik und Ermahnung - zwischen biblischem Wissen und menschlicher Besserwisserei sowie echter Anteilnahme und egoistischem Kopfglauben. Gott segne euch! :-)

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