Sohn des Trostes -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 18. Sep 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2187

für den 18. Sep 2008 - Autor:

Sohn des Trostes

''Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde - das heißt übersetzt: Sohn des Trostes -, ein Levit, aus Zypern gebürtig, der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.''

Apostelgeschichte 4, 36-37 *©*
 

Barnabas war aus dem israelitischen Stamm Levi, stammte aber aus Zypern. Er zählte zum erweitertem Kreis der Jünger Jesu. Möglicherweise stammt der Hebräerbrief von ihm. Er war ein ''trefflicher Mann und voll heiligen Geistes und Glaubens'' und führte viele zum Glauben an die Vergebung der Sünden (Apostelgeschichte 11, 20-24). Ihm vor allem war es zu verdanken, dass Paulus nach seiner Bekehrung Kontakt mit der judenchristlichen Gemeinde in Jerusalem aufnahm und so mit seinem missionarischen Auftrag den Heiden das Evangelium bringen konnte und in die junge Gemeinde eingebunden wurde. Er wirkte mit Paulus in Antiochia, war dessen Begleiter bei der ersten Missionsreise nach Zypern und Kleinasien und Teilnehmer am Apostelkonzil in Jerusalem (Apostelgeschichte 15, 2-35). Aber vor allem ist er uns als ein ''Sohn des Trostes'' bekannt. Er war vom Trost Gottes selbst so erfüllt, daß er auch Andere durch seine Lehre und sein Beispiel erfüllte. Er hatte die besonderen Gabe, die Betrübten zu trösten. Er wanderte durch Städte und Dörfer und machte den Menschen Mut. Das sollte auch für uns ein Vorbild sein so zu handeln - dort wo wir gerade sind. Er steht dafür weiterzumachen, auch wenn der Erfolg klein ist und anderen zu vergeben, wenn sie dir wehgetan haben oder die Erwartungen nicht erfüllen konnten - warum auch immer. Der Mut zu vergeben und nicht hinzuschmeissen ist größer als der Mut zu hartherziger Kritik und Aufgabe. Barnabas war bereit, dem Neubekehrten einen gewissen Vertrauensvorschuß einzuräumen, der scheinbar riskant war. Barnabas hatte das Anliegen und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und miteinander zu verbinden. Ohne ihn wäre das Leben und der Dienst des Paulus wahrscheinlich ganz anders verlaufen.

Gott sorgte dafür, daß dem Paulus ein Mann wie Barnabas zur Seite gestellt wurde, auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren aufgrund ihres unterschiedlichen Charakters, ihrer Sichtweisen und ihrer Gaben. Paulus war mehr der Lehrer und Ermahner und Barnabas der Ermutiger und Motivator. Ein Mann mit der Gabe der prohetischen Rede und der Fähigkeit Menschen emphatisch wahrzunehmen. Paulus war sehr sachorientiert – Barnabas dagegen war personenorientiert. Beides hat seine Berechtigung, und beides hat seine Stärken und Schwächen. Als Christen brauchen wir beides. Einmal die reine, sachliche Lehre und das unverfälschte Wort Gottes. Zum Anderen auch die persönliche Wahrnehmung für unser Leben und die ermutigende Begegnung mit Gleichgesinnten (Freunden) und den Austausch auf Augenhöhe. Die Größe des Barnabas zeigt sich nicht in erster Linie in seinen Begabungen, sondern in seiner Demut und Bereitschaft, sich dem Paulus und der Sache des Evangeliums unterzuordnen. Er hatte kein Interesse an persönlicher Profilierung - er war ein geduldiger Diener und ein wirksamer Sohn des Trostes. Er sah trotz mancher Schwächen und Fehler, die einer machte, immer auch das geistliche Potenzial, das es wert war gefördert zu werden. Barnabas handelte aus Überzeugung und blickte hinter die Kulissen eines Menschen. Glaube lebt von Trost, Mut und Vergebung. Barnabas hat wie Jesus Christus verstanden, die Menschen anzuleiten, sich in Freundlichkeit und Interesse zu begegnen und nicht in harten Forderungen und Unbarmherzigkeit. Trost, Mut und der lange Atem der Liebe charakterisierten Barnabas Leben und Dienst. Machen wir es auch so.

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