Zorn und Ärger -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 06. May 2008)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2052

für den 06. May 2008 - Autor:

Zorn und Ärger

''Der Ausgang einer Sache ist besser als ihr Anfang. Ein Geduldiger ist besser als ein Hochmütiger. Sei nicht schnell, dich zu ärgern; denn Ärger ruht im Herzen des Toren.''

Prediger 7, 8 *©*
 

Wir Menschen ärgern uns meist zu schnell und sind nicht selten zu voreilig mit unseren emotionalen Reaktionen auf die Worte und Taten unserer Mitmenschen. Und da dies oft so ist, verursachen wir wiederum Ärger und Streit dem gegenüber, den wir kritisierten. Es ist also keine überraschende Aussage, wenn wir im Brief des Jakobus lesen: ''Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott Recht ist'' (Jakobus 1,20). Es ist sicherlich nicht grundsätzlich verboten oder eine Sünde sich zu ärgern, aber es kann dazu werden wenn man nicht aufpasst. Wie schnell verändern sich Stimmungen und wie spontan kann sich das Gemüt verfinstern, wenn Gutes plötzlich schlecht gemacht wird? Wie krass können sich Sichtweisen ändern, die vorher kein Problem darstellten, nur weil man beleidigt und verletzt wurde? Im Epheserbrief lesen wir: ''Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen, und gebt nicht Raum dem Teufel'' (Epheser 4, 26-27). Es gibt Ehepaare, die machen abends die Augen nicht zu, bevor sie nicht alles Störende, Unbedachte, Verletzende usw. sich einander gesagt haben, um sich vor Gott in Liebe und Aufrichtigkeit zu vergeben und im Frieden einzuschlafen. Wenn unsere Zunge schneller ist als unsere Gedanken, dann kommt garantiert nichts Gutes dabei heraus. Wir sollten versuchen die Angelegenheiten, die vor uns kommen, ersteinmal still und alleine in unserem Herzen bewegen, bevor wir etwas sagen und uns von unseren Gefühlen in eine bestimmte Richtung führen lassen (Psalm 4,5). Menschlicher und unüberlegter Zorn, der sich spontan äußert, bringt meist nur ''faules Geschwätz'' hervor - das erbaut niemanden oder segnet ihn gar (Epheser 4,29). In der Bibel wird uns genau das Gegenteil empfohlen und ans Herz gelegt: ''Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen'' (Jakobus 1, 19-21).

Wer zu langsam hört, der legt vielleicht jedes Wort dann auch auf ''die Goldwaage''? Wer zu schnell redet, überlegt möglicherweise nicht lange genug, was er da immer so alles von sich gibt? Wer zu schnell zornig wird, der macht wahrscheinlich so ziemlich alles verkehrt und verursacht bei sich selbst und anderen nur Unfrieden, Hass, Verletzung und schlechte Gefühle. Zudem ist so ein Verhalten auch eine Einladung an den Teufel hier kräftig mitzumischen. Jesus war und ist sanftmütig und von Herzen demütig (Matthäus 11,29) aber auch ihm war so etwas wie Ärger und Zorn nicht unbekannt wie man bei der Begebenheit im Tempel (Die sogenannte ''Tempelreinigung'') in Jerusalem sieht. Der HERR stieß die Tische der Geldwechsler und der Taubenhändler um, weil sie aus dem Bethaus eine Räuberhöhle machten (Matthäus 21,13). Ich behaupte aber, daß nur Jesus die Sicht, Sensibilität und Kompetenz hatte, den Frevel und die Respektlosigkeit so wahrzunehmen und zu erkennen, wie sie sich dort darstellte. Wir tappen oft im Dunkeln und wissen manchmal garnicht warum wir uns eigentlich aufregen? Jesus war ja der HERR des Tempels und keiner hatte so eine Liebe zum Vater im Himmel wie der Sohn Gottes. Wenn wir uns einander kennen, dann wissen wir auch, wie wir miteinander umgehen sollten und dürfen Rücksicht üben, wo es nötig ist. Jeder hat seine eigenen Empfindlichkeiten und auch Schwächen. Und wo wir uns einander die Worte der Bibel sagen, so sollen wir diese mit Sanftmut aufnehmen, denn der Segen Gottes ruht darauf. Aber wir sollen es auch nicht so wie die Freunde Hiobs machen, die Zusammenhänge aus Gottes Worten herauszogen und auf Hiob projezierten, ohne daß dies der Sache gerecht geworden wäre (Hiob 32, 2-3: ''Aber Elihu, der Sohn Barachels des Busiters, aus dem Geschlecht Ram, ward zornig. Er ward zornig über Hiob, weil er sich selber für gerechter hielt als Gott. Auch ward er zornig über seine drei Freunde, weil sie keine Antwort fanden und doch Hiob verdammten''. Wie wir wissen, musste Hiob für seine drei Freunde Fürbitte leisten, weil sie sich vor Gott versündigt hatten mit ihren unbedachten, falsch plazierten Worten. Machen wir es nicht so.

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