Seelischer Glaube -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 04. Apr 2008)

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Andacht Archiv-Nr. 2020

für den 04. Apr 2008 - Autor:

Seelischer Glaube

''Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder. Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst.''

Lukas 22, 31-34 *©*
 

Es gibt eine Komponente im Glauben, die wir nicht selten übersehen oder mit dem Glauben, den Gott uns gab, verwechseln - es ist unser eigener, seelischer Glaube. Es ist unser eigenes bemühen, arbeiten, ertragen, kämpfen, planen, hoffen und handeln. Nicht daß dies stets verkehrt oder unnütz wäre, aber es ist eben so, daß wenn wir dabei straucheln, versagen und auch manchmal an allem zweifeln (einschließlich Gott) so kann uns das sehr betrüben, ängstigen und frustrieren. Ebenso ist es dem Simon Petrus ergangen. Er war sehr von sich selbst überzeugt und sah sich vermutlich als so etwas wie einen Elite-Christen an und vertraute vor allem seinem eigenen Glaubenspotenzial (was sicherlich irgendwo auch vorhanden war, aber...) ! Petrus wollte mit Jesus ins Gefängnis und sogar mit in den Tod gehen. Als Jesus im Garten Getsemane gefangen genommen wurde, zog Petrus sein Schwert und haute dem Diener des Hohepriesters ein Ohr ab (Johannes 18,10). Diese Aktion hatte weder für Petrus, noch für Jesus und schon garnicht für den Knecht einen Vorteil - Petrus war das in dem Moment egal - er war ein reines Emotionsbündel und handelte aus dem Bauch heraus. Er sah in dem Augenblick nur seine seelische Glaubensdynamik herausgefordert und angesprochen und in Gefahr! Seine subjektive Wahrnehmung von Jesus und sein Verstand waren in dem Moment nicht mit dem Geist Jesu verbunden. Jesus tadelte ihn darum (Lukas 22,51). Ausgerechnet dieser Petrus! War es nicht er, dem der Vater im Himmel kurz vorher offenbarte, wer dieser Jesus Christus wirklich war (Matthäus 16,17)? Ausgerechnet er leugnete kurz darauf dreimal diesen Jesus überhaupt zu kennen! Was in Petrus leugnete den Sohn Gottes? Es kann nicht der Glaube gewesen sein, den Gott dem Petrus gegeben hatte - Gott leugnet sich ja nicht selbst.

Es wird klar, daß nicht wir Gott erwählt haben (also uns den Gott zugehörigen Glauben angeeignet haben) sondern Gott uns erwählt hat (also genau umgekehrt) und bestimmt, daß wir Frucht bringen und diese Frucht auch bleibt (Johannes 15,16). Das was bei Petrus nicht geblieben ist, war also keine Frucht die Gott gegeben hat, sonst wäre sie geblieben. Jesus hat für den Glauben des Petrus gebetet weil der Satan schauen und prüfen wollte wie weit denn der Glaube (die große Klappe) von Petrus reicht wenn es ans Eingemachte geht? Der Teufel kann nicht wegnehmen, was Gott einem Menschen schenkt und offenbart (Johannes 10,28). Es ist also unser seelischer, menschlicher Glaube der angreifbar, verzagt, unsicher und auch ängstlich ist. Wir sind tatsächlich wie Schafe unter die Wölfe geworfen (Matthäus 10,16). Wir Christen sind in unserem Glaubensleben von Gott abhängig - viel mehr als wir denken! Es geht uns wie es auch dem Menschen Jesus Christus ging, der sagte: ''Ich kann nichts von mir aus tun...'' (Johannes 5,30). Diese Abhängigkeit von Gott muß in unserem Leben deutlich werden, damit wir lernen so zu glauben wie Gott es will! Glauben heißt Vertrauen! Petrus musste es lernen um hinterher seine Brüder und Schwestern zu stärken in ihrem Glauben (Lukas 22,32) - Gott hatte noch einiges mit ihm vor. Auch wir brauchen solche Erfahrungen damit wir lernen von uns selbst wegzusehen und alles von Gott zu erwarten und zu erbeten und nicht meinem eigenen, seelischen Glauben zu vertrauen sondern in jeder Lage und Situation Gottes Gegenwart und Allmacht zu vertrauen. Auch mit dir hat Gott noch einiges vor...! ;-)

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