Vom Glauben, der wirklich rettet -|- Andacht von Jonas Erne (Daily-Message-Archiv, 17. Mar 2008)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2002

für den 17. Mar 2008 - Autor:

Vom Glauben, der wirklich rettet

Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.

Hebräer 11, 1 *©*
 

Immer wieder ist bei Paulus die Rede davon, dass nur der Glaube und nicht die Werke retten können. So zum Beispiel im Galaterbrief Kapitel 3, 6 und folgende. Jakobus hingegen nimmt dasselbe Beispiel, nämlich Abraham, und macht uns klar, dass nicht irgendein Glaube retten kann, sondern nur derjenige Glaube, dem die Glaubenstaten nachfolgen. Es gibt verschiedene Arten des Glaubens. Manche Menschen sagen: „Ich glaube, dass das Wetter morgen besser sein wird als heute“. Doch wenn sich das Wetter tags darauf noch einmal verschlechtert, so „haben sie sich nur geirrt“. Einen solchen Glauben meint weder Paulus noch Jakobus noch Jesus. Dann gibt es einen psychologischen Glauben. Er basiert auf dem Faktum, dass sich unsere Einstellung durch Wiederholung einer Aussage beeinflussen lässt. In der Zeit des kommunistischen Russland wurden viele Menschen in Gefängnissen durch sich ständig wiederholende Durchsagen davon „überzeugt“, dass ihre anti-kommunistische Einstellung falsch war. Wenn dies nun der richtige Weg zum Glauben wäre, so müsste man nun all denjenigen recht geben, die den Nichtglaubenden eine Liste mit Verheissungen in die Hand drücken und ihnen empfehlen, sich diese Verse solange einzutrichtern, bis sie sie „glaubten“. Dies ist nichts anderes als das Verbrechen der Kommunisten, die sie ihren Häftlingen antaten: das Erzwingen eines „Glaubens“, der nicht dem innersten Wesen des Menschen entspricht!

Wieviel anders sagt uns doch dies der Vers im Hebräerbrief: Glaube ist die Wirklichkeit oder Grundlage dessen, was man hofft. Es ist die Grundlage, auf die ich mich stellen kann und zugleich weiss: sie wird nicht unter mir einstürzen. Es ist die Wirklichkeit, die für mich realer ist als alles Sichtbare. Erst wenn ich die Gewissheit habe, dass Gottes Reich und die unsichtbare Welt eine Realität, eine völlig wahre Wirklichkeit ist, an der ich nicht mehr zweifle, genau dann habe ich den Glauben, wie ihn die Bibel meint, erfasst! Dann ist es auch der Geist, der mir bezeugt, dass ich Gottes Kind bin. Ohne diese Grundlage der vollkommenen Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein, bin ich keines. Denn Gott verspricht in Seinem Wort (und hat das mit dem Siegel des Blutes Christi besiegelt!), dass Sein Geist dies meinem Geist bezeugt. Oh wie viele Menschen werden einst sagen, dass sie auf falsche Lehren hereingefallen sind, weil sie nicht über ihre Gewissheit der Gotteskindschaft gefragt wurden! Wie viele Menschen gehen verloren, weil man ihnen versprochen hat, dass sie auch auf einem einfacheren Weg, dem der psychischen Manipulation, sich den Himmel verdienen könnten.

Der Glaube ist ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Selig sind, die nicht sehen und dennoch glauben. Wer Glaubensschritte tut, ohne zu sehen, wohin der übernächste Schritt führen wird, hat verstanden, was Glaube ist. So kann Jakobus denselben Abraham nennen, der uns nach Paulus ein Vorbild im Glauben ist, und ihn als Vorbild der Glaubensschritte bzw. Glaubenstaten nennen. Daran erkennen wir an uns selbst, ob wir verstanden haben, was biblischer, rettender Jesusglaube bedeutet: Daran, ob wir Schritte aus dem Boot auf die stürmische See wagen oder nicht. Ob wir nach zwei, drei Schritten ins Ungewisse in unserem Kleinglauben einsinken oder ob unser Glaube eine Grundlage ist, die unseren Füssen auch auf dem Wasser eine feste, unerschütterliche Grundlage bietet. Wenn jemand überführt ist von der Wahrheit, so hat er keine Wahl mehr, als zu gehorchen. Wer des Diebstahls überführt ist, wird dies zwangsläufig zugeben müssen und seine Schuld zu begleichen versuchen. Wenn wir von Sünde überführt sind, so stehen wir so im Licht, das alles aufdeckt, dass uns die Möglichkeit zu fliehen gar nicht mehr bleibt.

Ein letzter Gedanke dazu: Glaube ist ein Geschenk, das uns der Heilige Geist vermittelt. Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist. Wenn also der Geist Gottes die Kontrolle über den Geist des Menschen erhält, so ist das Zentrum des Menschen von diesem gelenkt. Es ist nun nicht mehr nötig, ein weniger zentrales Gebiet des Menschen (wie die Seele es ist) zu manipulieren. Biblischer und damit rettender Glaube entspringt dem Geist Gottes und geht direkt auf den Geist des Menschen über. Der Geist des Menschen jedoch lenkt alles Denken, Fühlen und Handeln. Wo der wahre Glaube sein Werk einmal begonnen hat, wird er es nicht aufhören. Doch wir können ihn durch Ungehorsam behindern und bremsen. Nur wenn wir all unser Tun, Fühlen und Denken dem Gehorsam unterstellen, geben wir uns selbst hin, als ein Gott wohlgefälliges Opfer und einen vernünftigen Gottesdienst. So lasst uns ausstrecken danach, dem Geist des Herrn, der auf und in uns ausgegossen ist, zu gehorchen, damit wir in Christi Bild verwandelt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit!

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