Versehen und Vorsatz -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 10. Mar 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1995

für den 10. Mar 2008 - Autor:

Versehen und Vorsatz

''Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden...''

Hebräer 10,26 *©*
 

Dieser Text im Hebräerbrief verursacht möglicherweise bei nicht wenigen Christen etwas Kopfzerbrechen? Was ist damit gemeint? Wie kann man das einordnen? Hier geht es auch um die Frage, ob ein von neuem geborener, gläubiger Mensch vom Glauben wieder abfallen kann? Wenn ich die Verse in Hebräer, Kapitel 6, Verse 6-4 lese, so kann ich davon ausgehen, daß ein ''erleuchteter Mensch'', also jemand, der Anteil am Heiligen Geist genommen hat, in seinem Geist, Herz und seiner Seele, unmöglich wieder abfallen kann: ''Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen''. Das wäre so, wenn jemand auf einen See hinaus schwimmt und sich plötzlich ohne Not an der tiefsten Stelle dazu entschließt, Nichtschwimmer zu sein - mit allen traurigen Konsequenzen. Das wäre weder logisch, noch klug oder gar eine geistlich begründete Entscheidung. Wer tatsächlich so handeln würde, konnte nie schwimmen - es war ihm nur leider nie bewusst (Matthäus 7,23). Mutwilligkeit (''überhebliche Willkür'' und ''das vermessene Vertrauen eines Menschen auf seine eigenen Kräfte'') hat nichts mit Liebe zu tun - denn die Liebe treibt keinen Mutwillen (1. Korinther 13,4). Wer so handelt, dem ist Gott im Grunde egal und so jemand schaut nur auf sich selbst. Grundsätzlich können wir feststellen, daß man eine Erkenntnis der Wahrheit haben kann, aber nicht zwangsläufig dann auch von neuem geboren sein muß. Als Beispiel sei hier zum einen Nikodemus genannt. Er war ein angesehener Schriftgelehrter und Pharisäer (nicht alle waren Heuchler) und suchte Jesus nachts auf um ihm zu sagen: ''Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm'' (Johannes 3,2). Trotz dieser Anerkennung seiner göttlichen Mission musste ihm Jesus sagen, daß man zuerst aus Wasser und Geist neu geboren werden muß, damit man ins Reich Gottes kommen kann (Vers 5). Nikodemus hat es zu diesem Zeitpunkt, trotz seines theologischen Wissens, nicht verstanden, was damit gemeint ist.

Ein anderes Beispiel ist Judas Iskariot, der Jesus verraten hatte. Er war sogar einer der zwölf Jünger und lebte drei Jahre im engsten Kreis mit und um Jesus und hatte die Wahrheit und die Erkenntnisse über Jesus, sowie die Zeichen und Wunder, quasi direkt vor den Augen und Ohren. Dennoch hat er Jesus verraten und verkauft weil er in IHM alles sah, nur nicht seinen persönlichen Erlöser und Sündenvergeber (Lukas 22, 47-48). Judas hatte eine gewisse Erkenntnis von Jesus aber keinen Glauben! Wir machen als Christen so manche Fehler und sind sicherlich öfters auch einmal ein Kandidat für Kritik, Zurechtweisung und deutliche Worte. Aber zu einem vermessenen Vertrauen und Glauben an die eigenen Kräfte (die eigene Erlösung) - dazu gehört viel Unglauben, Dummheit, Ignoranz und Blindheit. Es sind einfach desöfteren unsere menschlichen Schwächen, unsere Unerfahrenheit im Leben und der Umgang mit uns selbst, sowie unsere charakterlichen Defizite, manche Süchte und unsere Leichtfertigkeit, die uns gelegentlich ins straucheln bringen und uns wider besserer Erkenntnis handeln lassen (Römer 7,15-20). Wir nehmen diese Fehltritte normalerweise auch früher oder später wahr - hier ist Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit nötig und so wir unsere Sünden bekennen, ist es uns auch vergeben (1. Johannes 1,9). Wir leben in der Gnade und in Römer 8,14 steht: ''Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder''. Der Geist Gottes treibt einen von neuem Geborenen immer zur Gnade, zur Liebe und zur Wahrheit - zu Jesus Christus. Und das nicht aus versehen, sondern ganz bewusst. Der Vorsatz liegt hier bei Gott, der will, daß wir die Vergebung unserer Sünden durch den Glauben an das Evangelium Jesu Christi immer im Herzen haben. Der Glaubende weiß: ''Es ist vollbracht!'' (Johannes 19,30). Halleluja! :-)

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