Symbolisierter Glaube -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 19. Jan 2008)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1944

für den 19. Jan 2008 - Autor:

Symbolisierter Glaube

''Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.''

Johannes 4,24 *©*
 

Schon Pontius Pilatus hatte seine Probleme mit der Wirklichkeit (anderes Wort für Wahrheit) und fragte Jesus: ''Was ist Wahrheit'' (Johannes 18,38)? Man findet keinen Zugang zu Gott, Gottes Reich und zum Glauben an Jesus Christus ohne Verbindung zur Wirklichkeit Gottes. Schließlich ist es ja der allmächtige, unvorstellbare Gott an den wir glauben sollen und nicht irgendeine ''Sache'' oder ein ''Ding''. Jesus brachte es auf den Punkt: ''Mein Reich ist nicht von dieser Welt'' (Johannes 18,36). Die vielbeschworene Realität (Als Realität (lat. realitas, von res ''Ding'') oder Wirklichkeit wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet) ist anders als wir sehen, fühlen, hören und berühren können. Zumindest aus geistlicher Sicht - und das sollte ja für einen Christen Vorrang haben. Die Gesamtheit des Realen kann einem dreidimensionalen Menschen garnicht bewusst sein. Vielmehr ''verbirgt'' sich hinter dieser Dimensionalität die große Realität. Als Christen suchen wir manchmal ''Hilfsmittel'', die Unbegreifbares greifbar machen sollen. Wir Menschen neigen wohl auch in Glaubensdingen in besonderem Maße dazu, uns Statussymbole, Zugehörigkeitszeichen und Symbole zu machen und diese auch zu zeigen. Aber es besteht die Gefahr dabei, den Symbolen ansich Wirklichkeiten zuzusprechen und daran zu glauben, die so nicht vorhanden und existent sind. Das kann auch eine versteckte Flucht sein, weil man im Grunde das Licht Gottes scheut und sich hinter einer gewissen Symbolik verstecken will. Manche meinen das genügt und so ein Verhalten definiere ''den Glauben'', was sicherlich nicht richtig sein kann. Die Bibel kennt keine Symbole außer dem Zeichen des Jona (Matthäus 12,39). Zudem sollen wir uns auch kein Bild von Gott machen. Mit wem oder was können wir IHN auch vergleichen (Jesaja 40,18)? Geist und Wahrheit kann man nicht ''in die Tasche stecken''.

Auch meine Gefühle, mein Verstand und meine Worte können zu einer frommen Symbolik verkommen. Was ist Wahrheit? Wenn unser Geist Gott berührt sind wir in der Realität Gottes angekommen. Das ist mit allen Sinnen erfahrbar. Denken wir an das Pfingstwunder in Apostelgeschichte, Kapitel 2 wo der Heilige Geist den ganzen Menschen erfasste. Wir können zum Beispiel im Gebet durchaus solche Erlebnisse haben, egal ob wir selbst beten oder jemand anderes. Ein echtes ''Amen'' zu finden ist möglich. Gerade beim beten ist auch viel sprachliche Symbolik manchmal ein Hindernis um wirklich ''so ist es'' zu sagen. Die Bibel nennt das ''plappern'' (Matthäus 6,7). Es kommt auf den Geist an, nicht auf viele Worte oder fromme Schachtelsätze. Man kann auch im Prinzip zu sich selbst beten und es garnicht merken (Lukas 18,11). Wo ein Gebet die Tiefe im Wesen eines anderen Menschen berührt (oder bei sich selbst) da ist Gott einem ganz nahe. Das kann auch beim Musikhören, entspannen oder lesen und träumen sein. Wenn wir in solchen Momenten an Gott und sein Reich denken, wird uns die liebevolle und gnädige Wirklichkeit Gottes auch sanft in unserer Seele berühren können. Wir sind selig, wenn wir glauben auch ohne zu sehen (Johannes 20,29). Wir Christen als Person sollten vor der Welt und auch untereinander eine Art Symbol sein. Ein Hinweis auf den lebendigen Gott. Ein Zeugnis für Hoffnung, Gnade, Liebe, Zuversicht, Freude und Dankbarbeit. Damit kann man dann wirklich etwas anfangen, oder? :-)

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