Todesärger -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 25. Oct 2007)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 1858

für den 25. Oct 2007 - Autor:

Todesärger

''Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, ergrimmte er im Geist und wurde sehr betrübt und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh es! Und Jesus gingen die Augen über.''

Johannes 11, 32-35 *©*
 

Man kann sich tatsächlich sowohl körperlich (was normal ist) aber auch geistlich über etwas ärgern und entsprechend verstimmt sein. Jesus wurde als Folge einer ''Ergrimmung im Geist'' sehr traurig. Auslöser war der leibliche Tod des Lazarus, den er liebhatte. Die Tränen der Angehörigen und Bekannten betrübten Jesus sehr. Liebe und Wahrheit haben mit dem Tod nichts gemeinsam! Er ist sozusagen das Ende aller menschlichen Hoffnungen und letztlich die Konsequenz davon, daß Fleisch und Blut das Himmelreich nicht ererben können (1. Korinther 15,50). Das ist aber, trotz aller Trauer, für uns als Kinder Gottes ein Gewinn und kein Verlust. Der Tod ist ''der Sünde Sold'' (Römer 6,23). Aber als Christen sterben wir nur einmal - mit Christus am Kreuz! Alles Andere ist dann nur noch die Heimholung durch unseren himmlischen Vater, der uns lieb hat. Im Fleisch können wir nicht überleben - auch nicht als Christen! Jesus wusste das nur zu genau. Menschen sprechen heutzutage über den Tod sehr ernüchternd und aus einer bitteren Ratlosigkeit heraus Sätze wie: ''Der Tod gehört zum Leben'' oder ''Nichts hält ewig'' oder ''Jetzt hat er es hinter sich''. Nicht sehr ermutigend und tröstlich. Es ist eine Lüge! Jesus wusste wie es wirklich ist und war entsetzt darüber, was die Sünde beim Menschen verursachte und wie sie Menschen kaputt macht und verzweifeln lässt! Der Tod betrifft auch nie nur immer einen, sondern jeder ist Sohn, Tochter, Vater, Mutter, Freund oder Kollege. Als Jesus den gestorbenen Lazarus sah, ''gingen ihm die Augen über'' (Johannes 11,35). Das sollten wir uns einmal vorstellen, wie das gewesen sein könnte? Diese Formulierung ist erstaunlich und sagt uns brutal und trotzdem schlicht, daß der Sohn Gottes regelrecht ''geschockt'' war über diesen Anblick und die Macht und Realität des Todes.

Aber dabei blieb es nicht - Jesus bat den Vater um der anwesenden Menschen willen, zu zeigen, warum der Sohn Gottes gekommen war: Um dem Tod die Macht zu nehmen und zum Opferlamm zu werden! Der Ärger und das Leid was der Tod auslöst ist eine Tatsache. Aber die Antwort und die Lösung für dieses Problem - sozusagen das Gegenstück, ist das Leben Jesu Christi, der gestorben und auferstanden ist um uns vom Fluch des Todes zu erlösen (Johannes 11,25). So sollten (dürfen) wir es auch sehen. Auch wir werden irgendwann mit der Realität des Todes auf irgendeine bittere Weise konfrontiert. Es ist gut zu wissen, daß es geschehen wird (bei uns selbst oder bei unseren Eltern und nächsten Verwandten). Die Bibel sagt in Psalm 90,2: ''Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden''. Das, was wirklich lebt, wird sich immer durchsetzen gegen das, was sterblich ist (2. Korinther 5,4). Ich meine also, das Leben im Geist gegenüber dem Leben im Fleisch, die Wahrheit gegenüber der Lüge, die Freude gegenüber der Traurigkeit, der Tag gegenüber der Nacht, die Hoffnung gegenüber der Verzweiflung, der Glaube gegenüber dem Unglauben, die Vergebung der Sünden gegenüber den Sünden und Gott gegenüber dem Teufel. Jesus ist ''der Fels des Ärgernisses'' (1. Petrus 2,8) für diejenigen, die nicht an IHN glauben wollen! Für uns der Fels und Berg des Heils (Psalm 18,3). Auch (oder gerade) über den Tod hinaus. Das Leben hat uns lieb, egal was alles passiert, weil Jesus das Leben ist (Johannes 14,6). Heute, morgen und in alle Ewigkeit - Halleluja!

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