Das Gesetz wird nicht vergehen bis ....? -|- Andacht von Carsten L. (Daily-Message-Archiv, 28. Jan 2003)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 127

für den 28. Jan 2003 - Autor:

Das Gesetz wird nicht vergehen bis ....?

Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Matthäus 5,17 *©*
 

Jesus sagt von sich, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Was ist das Gesetz? Mit dem Gesetz sind die 5 Bücher Mose gemeint (Die Juden würden sagen ''die Thora''). Dort stehen die 10 Gebote und noch eine ganze Menge anderer Gesetze und Vorschriften Gottes für sein Volk.
Was ist mit auflösen gemeint? Wenn ich etwas auflöse, dann ist es praktisch nicht mehr vorhanden. Es ist nicht mehr gültig und muss nicht mehr beachtet werden. Es wäre so, als hätte es nie existiert. Jesus hat das Gesetz nicht aufgelöst. Es existiert also weiterhin. Genauso existieren auch die Worte der Propheten weiterhin. Sie sind immer noch gültig und wichtig.

Jesus sagt, dass er gekommen ist, um das Gesetz und die Propheten zu erfüllen.
Was bedeutet es, dass Jesus gekommen ist, um zu erfüllen? Ein Beispiel: Ich habe einen Arbeitsvertrag, wenn ich ihn auflöse bedeutet das, dass ich aus ihm aussteige. Ich breche den Vertrag und dann besteht der Vertrag für mich nicht mehr. Das Arbeitsverhältnis ist aufgelöst. Wenn ich meinen Arbeitsvertrag erfülle, dann bedeutet das, dass ich das tue, was der Arbeitsvertrag von mir verlangt. Ich arbeite innerhalb des Vertrages, der Vertrag besteht weiter und ich tue das, was von mir verlangt wird. Übertragen bedeutet das: Jesus hat das getan, was das Gesetz von ihm verlangte. Er war der einzige, der das Gesetz Gottes niemals gebrochen hat. In Bezug auf die Propheten bedeutet das, dass Jesus das getan hat, wovon die Propheten geredet haben. Er ist die Erfüllung der Prophezeiungen. Von ihm ist bei den Propheten die Rede gewesen. Durch ihn ist also das wahr geworden, was die Propheten angekündigt haben.
Doch das, was geschehen ist, ist erst der Anfang. Dadurch dass Jesus auf die Erde gekommen ist, hat er begonnen die Prophezeiungen zu erfüllen. Noch stehen einige Prophezeiungen aus, die auf eine Zeit hinweisen, die später noch kommt. Jesus hat begonnen die Prophezeiungen zu erfüllen, dass heißt für uns, dass wir sicher sein können, dass er auch die anderen Prophezeiungen erfüllen wird.


Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Matthäus 5,18)


Also, bis alles geschehen ist, wird auch nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen.
Wann ist alles geschehen? Im Zusammenhang gelesen sieht man, dass es um die Erfüllung des Gesetzes und der Propheten geht. Wie oben bereits angedeutet, sind die Prophezeiungen der Propheten noch nicht alle erfüllt. Zur Zeit befinden wir uns in der sogenannten Zeit der Gnade. Hiernach wird jedoch noch die sogenannte Zeit der Trübsal kommen, von der zum Beispiel im Buch Daniel und bei Jeremia berichtet wird, worauf dann letztendlich die Alleinherrschaft Gottes folgt. Es wird deutlich, dass noch einiges geschehen muss, bis alles geschehen ist, was die Propheten gesagt haben.
Bis dahin wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen. Jota ist das kleinste Zeichen des griechischen Alphabets. Es bedeutet also, dass auch nicht der kleinste Buchstabe - man könnte sagen kein i-Tüpfelchen - verschwinden wird, solange wir leben.
Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel. (Matthäus 5,19)

Was will dieser Vers jetzt sagen. Wir haben bisher festgestellt, dass Jesus das Gesetz nicht ausgelöscht hat, sondern dass er gekommen ist, das Gesetz zu erfüllen. Jetzt geht es darum wie wir uns verhalten sollen. Heißt das jetzt, dass wir alle Gesetze aus den Büchern Moses halten sollen?
Zur Beruhigung sei zuerst einmal folgendes festzuhalten: Beide Gruppen von Menschen kommen in den Himmel. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass die einen die geringsten werden und die anderen groß werden.
Aber heißt es für uns wirklich, dass wir Juden werden müssen, mit allem, was dazu gehört? Diese Frage haben sich die ersten Christen auch gestellt. Müssen alle Heiden erst zum Volk Israel gehören - d.h. müssen sie sich zum Beispiel beschneiden lassen - bevor sie die Taten Jesu für sich in Anspruch nehmen können. Auf dem Apostelkonzil wurde diese Frage diskutiert und die Antwort kann man in Apostelgeschichte 15 nachlesen. Da steht: ''Es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun.'' Das bedeutet für uns: Nein, wir müssen nicht zum Volk Israel werden. Wir müssen nicht beginnen Gott Opfer zu bringen ...
Jetzt bleibt die Frage, was Jesus mit seiner Aussage gemeint hat. Ich denke es ist ganz wesentlich, dass Jesu Zuhörer bereits Juden waren. Er gibt Anweisungen für das Verhalten des Volkes Gottes in der Zukunft. Das Volk Israel ist das von Gott auserwählte Volk. An ihm zeigt Gott dem Rest der Welt ein Stück von seinem Wesen. Schon im Alten Testament wird gesagt, dass auch Heiden sich zu Gott wenden werden. Schon dort wird zwischen Juden und anderen Völkern unterschieden.
Also bedeutet dieser Vers für uns nicht, dass wir nach den Gesetzen des Alten Testament leben sollen. Wenn man das Neue Testament mit den Briefen zu diesem Thema noch weiter befragt, wird man jedoch auch feststellen, dass sehr viele der Gebote dort wieder aufgegriffen werden und so auch Gültigkeit für uns heute besitzen.
bis gleich

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